Modellprojekt: Hospiz-Zentrum Osterfeld

Artikel aus dem Wochen Anzeiger Oberhausen vom 22. Juli 2020 (Foto:privat)

„Oberhausen hilft“ unterstützt Realisierung eines Hospitz-Zentrums

Unter Federführung des gemeinnützigen Vereins Oberhausen hilft e.V. und in enger Kooperation mit dem Netzwerk Stationäres Hospiz St. Vinzenz Pallotti, Ambulantes Hospiz St. Vinzenz Pallotti, Kinder- und Jugend Hospizdienst Möwennest und dem Förderverein St. Vinzenz Pallotti e.V. wird ein, in der Region einmaliges, Hospiz – Zentrum Osterfeld entstehen.

„Initiiert wurde das Modellprojekt von OGM Geschäftsführer Horst Kalthoff, der als Gründungsmitglied des Vereins nicht nur seit Jahren Impulse für Sozialprojekte gibt, sondern dessen technischer Rat sich auch als unverzichtbar herausstellte“, erklärt Jörg Bischoff, Vorsitzender von Oberhausen hilft e.V..
„ Wir helfen als Verein gerne bei der Realisierung dieses großen und einmaligen Projektes. Unser Dank gilt hier insbesondere den Oberhausener Handwerkern und dem Architektenbüro BST in Osterfeld. Nur durch die gute Zusammenarbeit im Rahmen eines Netzwerkes wird dieses tolle Projekt realisierbar“, so Bischoff abschließend.

Unter Mitwirkung und nach Plänen des Architekturbüros BST, das auf Honorarzahlungen verzichtet, sowie engagierten Oberhausener Handwerkern wird eine Anlaufstelle für Betroffene entstehen, in der Hilfe, Beratung und Seminararbeit zum Thema Hospiz angeboten werden können. In einem großen multifunktionalen Raum sollen Aktivitäten für Kinder, Jugendliche und Familien des Kinder-Hospizes stattfinden.

„Langfristig soll eine Hospizakademie entstehen und fester Bestandteil der Arbeit für die Aus- und Fortbildung von ehrenamtlich engagierten MultiplikatorInnen eingerichtet werden, für die auch entsprechende Räume genutzt werden sollen“, erläutert Hospizleiter Paul Hüster.

Es sollen ebenso Schülergruppen die Möglichkeit erhalten sich über die Hospizarbeit zu informieren. Die Kooperationspartner der Hospizarbeit und die ärztliche Palliativversorgung werden ebenso Räumlichkeiten des Zentrums nutzen.

Im ehemaligen Jugendheim der St. Pankratius Kirchengemeinde, Vikariestraße, neben der St. Pankratiuskirche soll in Osterfeld im Erdgeschoß das einmalige Hospiz- Zentrum sein Zuhause finden.

Traumberuf katholischer Priester

Bericht aus der WAZ vom 21.07.2020 von Michael Bresgott
(Foto: Tanja Pickartz / FUNKE Foto Services)

Daniel Baldus und Jan Sienert absolvieren in St. Pankratius eine wichtige Ausbildungsstation zum Priesterberuf. Sie freuen sich auf die Arbeit mit vielen Menschen

Priestermangel? Davon kann derzeit in der Propsteipfarrei St. Pankratius Osterfeld keine Rede sein. Mit Daniel Baldus (33) und Jan Sienert (29) absolvieren hier gleich zwei junge Männer eine wichtige Ausbildungsstation zum Priesterberuf.

Als Diakon ist man ein Jahr lang in einer Pfarrei des Bistums präsent und lernt das Gemeindeleben in all seinen Facetten kennen. Diakon Daniel Baldus stammt aus Ennepetal, seine Zeit in Osterfeld endet bald; er wird bereits in diesem September in Essen zum Priester geweiht. Eigentlich sollte das bereits zu Pfingsten stattfinden, doch die Corona-Krise wirbelte diesen Zeitplan durcheinander. Jan Sienert kommt aus Gladbeck und wird – wenn alles klappt – im Frühjahr 2021 zunächst zum Diakon geweiht und dann – etwa ein Jahr darauf – zum Priester.

Beide haben bereits eine Berufsausbildung absolviert. Daniel Baldus ist Gesundheits- und Krankenpfleger bzw. Kinderkrankenpfleger; Jan Sienert ist ausgebildeter Erzieher. Auch über Berufserfahrung in diesen Tätigkeitsfeldern verfügen beide bereits, haben sich aber dann entschieden, noch einmal von Grund auf umzusatteln und katholischer Priester zu werden. Ja, man darf wohl formulieren: Priester – das ist ihr Traumberuf.

Wer mit ihnen ins Gespräch kommt, erlebt zwei junge Männer, die sich nachhaltig Gedanken darüber gemacht haben, warum sie gerade diesen Beruf ergreifen wollen: „Katholische Kirche – das sind doch nicht nur die viel zitierten Skandale. Sie kann auch positiv und lebendig sein“, sagt Jan Sienert, der sich zum Ziel gesetzt hat, zu zeigen, „dass Kirche auch anders sein kann“.

Daniel Baldus freut sich darauf, in seinem Beruf „am Leben der Menschen teilhaben zu können“. Er sieht sich als Priester in einer Position, in der es darauf ankommt, den Menschen genau zuzuhören, ihre Sorgen und Empfindungen zu verstehen und sie im täglichen Leben zu unterstützen.

Die Motivation zu ihrem neuen Beruf schöpfen sie aus ihrem tiefen Glauben. Das machen sie im Verlauf des Gesprächs immer wieder eindrucksvoll deutlich. Ja, sie wollen für ihren katholischen Glauben einstehen; und zugleich akzeptieren, wenn sich andere Menschen dann vielleicht doch für einen kirchenferneren Lebensweg entscheiden. Und sie wissen um die großen Herausforderungen, vor denen die katholische Kirche steht. „Ja, es geht in unserem Beruf auch darum, wieder neues Vertrauen bei den Menschen zu gewinnen“, sagt Daniel Baldus.

Taufen, Trauungen, Beerdigungen, Pfarrgemeinderats- und Gemeinderatssitzungen, Religionsunterricht, seelsorgerische Gespräche – all das haben sie bereits kennengelernt. Dass derzeit gleich zwei Priesteramts-Kandidaten in Osterfeld, in Klosterhardt, Rothebusch und Osterfeld-Heide präsent sind, ist für die Propsteipfarrei eine ganz besondere Erfahrung. Das kommt vor dem Hintergrund des akuten Priestermangels im Ruhrbistum und darüber hinaus nicht alle Tage vor.

„Für uns ist es eine echte Freude, dass wir gleich zwei junge Männer auf dem Weg zum Priesteramt begleiten dürfen“, sagt Propst Christoph Wichmann – wobei die Ausbildungszeit sozusagen ein Kommunikationsprozess auf Gegenseitigkeit ist, denn der Propst unterstreicht: „Auch wir als Gemeinde lernen von den beiden eine ganze Menge.“

Neuer Treffpunkt für die Jugend

Bericht aus der WAZ vom 16.07.2020 von Michael Bresgott
(Foto: Gerd Wallhorn / FUNKE Foto Services)

Propsteipfarrei St. Pankratius gestaltet bis Ende 2020 das frühere Gemeindeheim Osterfeld-Heide zum Haus für junge Leute um. Offene Angebote sind künftig präsent

Die Propsteipfarrei St. Pankratius Osterfeld investiert bis Ende 2020 rund 75.000 Euro in die Modernisierung des ehemaligen Gemeindeheimes an der Kirche St. Josef in Osterfeld-Heide und baut diesen Standort zum zentralen Punkt ihrer Jugendarbeit aus.

„M-Haus Jugend“ – so lautet die Überschrift zu diesem Projekt. Es reiht sich damit in die Reihe zweier weiterer Standorte in der Propstei ein: Der „M-Punkt“ direkt an der St.-Pankratius-Kirche in Osterfeld-Mitte dient bereits als Begegnungs- und Info-Ort; im „M-Haus Musik“ im ehemaligen Antoniusheim in Klosterhardt sollen sich künftig alle musikalischen Gruppen und Chorgemeinschaften treffen.

Für die Jugend wird also nun das „M-Haus“ in Osterfeld-Heide zum zentralen Ort. Die mitgliederstarken DPSG-Pfadfinder werden hier künftig mit ihren Gruppenangeboten ebenso präsent sein wie die Messdiener; die Franzjugend aus St. Franziskus wird ihre beliebten „Freaky Fridays“ mit Filmvorführungen, Spielen, Basteln und Chillen starten; die Marienjugend aus Rothebusch lädt zu weiteren offenen Angeboten und Gruppenarbeit ein. Pastoralreferentin Sabrina Kuhlmann begleitet das Projekt.

Doch erst einmal werden hier die Handwerker loslegen: Das Josefsheim erhält einen neuen Raumzuschnitt mit größeren und kleineren Gruppenräumen; ein Bereich mit moderner Küche ist dabei ebenso vorgesehen wie ein Werkraum. Schon zu Jahresbeginn 2021 soll möglichst alles fertiggestellt sein. Zu den Modernisierungen gehören neue Fenster, neue Fußböden, teils auch neue Heizungen und ein neuer Anstrich.

Im Zuge des Pfarrentwicklungsprozesses (PEP) hat auch die Propstei St. Pankratius schmerzliche Kirchenschließungen zu verkraften. So wird am 13. September St. Josef Heide offiziell außer Dienst gestellt – ein schmerzlicher Tag für die Gläubigen. Es ist unterdessen noch offen, was aus der großen Kirche, die das Stadtbild an der Vestischen Straße prägt, künftig wird. Umso mehr liegt es Propst Christoph Wichmann am Herzen, positive Zeichen des Aufbruchs und der aktiven Zukunftsgestaltung zu setzen – und das neue „M-Haus Jugend“ tut genau das.

Darüber freuen sich beispielsweise auch Victoria Duckscheidt (Franzjugend) und Anneli Schmitz (Marienjugend). Sie sind sich sicher, dass die jungen Menschen aus allen Teilen der Propstei die neue Anlaufstelle ab 2021 in großer Zahl annehmen werden, zumal Osterfeld-Heide ziemlich exakt in der Mitte des Propsteigebietes liegt.

Außen weisen am Gebäude bereits Schriftzüge und Banner auf die neue Nutzung hin. „Wir wollen als Propsteipfarrei auch künftig in den Stadtteilen mit bestimmten Angeboten präsent bleiben“, unterstreicht Propst Wichmann. Die neuen „M-Häuser“ sind dabei ein zentraler Baustein, wobei „M-Haus“ nicht nur für „M = Meeting-Point“ steht, sondern lautmalerisch in der Kombination von „M“ und „Haus“ auch wie Emmaus gelesen werden kann: Und dieser Name steht in den biblischen Berichten für genaues Hinsehen und Entdecken. Das passt wunderbar zu einem neuen Treffpunkt für junge Menschen.

Zielgenau investieren für die Jugendarbeit und die Musik

Artikel aus dem Neuen Ruhrwort von Ulrich Wilmes

An St. Josef, Heide, sollen bis Dezember Messdiener, Scouts sowie die Marien- und die Franziskusjugend einziehen

Oberhausen. Stühle rücken und Ausräumen im früheren Gemeindeheim von St. Josef, Heide. Wo sich über Jahrzehnte Gemeindemitglieder, Chöre und Verbände an der Hermannstadtstraße trafen, weist jetzt ein Banner auf das neu entstehende „M-Haus-Jugend“ an einem zentralen Ort der Pfarrei hin. Bewusst und deutlich will die Pfarrei investieren, das war den Katholiken und Pfarrer Christoph Wichmann im laufenden Pfarreientwicklungsprozess wichtig. St. Pankratius wird für die Jugend hier deshalb 75.000 Euro in einem ersten Schritt bereitstellen. Wichmann: „Das M-Haus Jugend ist mit A kategorisiert, es soll also dauerhaft unser Schwerpunkt bleiben.“ Der Propst: „Wir werden also in Zukunft weniger Gebäude in der Pfarrei vorhalten, aber die wenigen werden vernünftig hergerichtet und ausgestattet.“ Mit dem M-Haus Musik an St. Antonius, Klosterhardt werde die Pfarrei ähnlich vorgehen.

Wichtiger als Umbau in den nächsten Monaten ist der Pfarrei pastoral die Konzentration von Jugendarbeit an einem Ort. Pastoralreferentin Sabrina Kuhlmann macht vor Ort in Heide klar, dass die Pfarrei Vielfalt will und zugleich auf neue Möglichkeiten von vier Jugendgruppierungen und Verbänden unter einem Dach setzt. Einziehen werden die Pfadfinder St. Pankratius mit 80 Kindern, jungen Frauen und Männern sowie die Messdiener und die Marien- wie auch die Franziskusjugend. Die vier neuen „Hausbewohner“ und Gäste knüpften an ihre Schwerpunkte an, wenn Mauern gebrochen sind, einige Fenster getauscht und vier große sowie zwei kleinere Gruppen- Räume bis Dezember eingerichtet werden.

„Die Franziskus-Jugend“, sagt Kuhlmann, „ wird weiter zu ihren ,freaky Fridays´ mit Filmangeboten, Spielen, Basteln oder Chillen und Entspannen einladen.“ Die Marien-Jugend aus Rothebusch führe offene Angebote fort und will mit der Gruppenarbeit neu einsteigen“, ergänzt sie. „Und die Messdiener“ – aus allen Kirchen-Standorten – „verbinden ihre Offenheit für Kinder und Jugendliche auch mit ihrem besonderen spirituellen Akzent.“
Die meisten Kinder und Teens in der „neuen großen Jugend-WG“ sind die Pfadfinder mit offenen und Gruppenangeboten für fast sieben Dutzend Scouts aus allen Altersstufen.

M-Haus steht für Emmaus und neu hinsehen

„M-Haus Jugend“ leite sich lautspielerisch von Emmaus, der biblischen Jünger-Erfahrung von Begegnung neuem Hinsehen und Entdecken ab, ergänzt Kuhlmann. Dazu könne es für Meeting-Point, also einen Treffpunkt stehen. Emmaus, das war im Osterfelder Pfarrentwicklungsprozess ein großer Impuls und wurde zur gemeinsamen Perspektive für viele Bereiche der „neuen“ Pankratiuspfarrei. In der Folge ist derzeit auch das pfarreiweite „M-Haus Musik“ im ehemaligen Antoniusheim Klosterhardt im Aufbau. Vor Corona hatte auch der „M-Punkt“ an St. Pankratius mit offenen Türen und seinen über drei Dutzend aktiven Ehrenamtlichen den Betrieb als Treff im Osterfelder Quartier aufgenommen.
„Das Jugend-Haus der Pfarrei macht Sinn und ist jetzt nötig“, erläutert die 31-jährige Diplomtheologin Kuhlmann.
2017 kam sie nach ihrem Studium in Bochum nach Osterfeld. „Ohne Jugend ist in der Pfarrei der Zukunft kein Leben.“ Für das zentrale Jugendhaus mitten in der Oberhausener Ost-Pfarrei spreche auch, dass heute Jugendliche dahin gehen, wo sie vorfinden, was einfach anspricht. Entfernungen seien da kaum ein Thema, wenn sie willkommen seien „und ihren Ort gestalten.

Eine Konkurrenz oder Kopie der Jugendkirche Tabgha, die Ende des Jahres den Umzug von Oberhausen in die Duisburger City plant, sieht Kuhlmann nicht. „Tabgha ist der Ort der Brotvermehrung, der Eucharistie und des Lebens. Hier haben wir ein anderes Konzept und können gleichzeitig bei unseren Gästen für Tabgha werben.“
Seit Montag vergangener Woche prangen das Logo und der Namenszug des neuen Jugendquartiers an Fenstern und Mauern des früheren Gemeindeheims.
Im Obergeschoss bleibt der große Saal bestehen, dazu ist ein großer neuer Gruppenraum mit der Küche verbunden. Ein anderer Durchbruch macht eine Etage tiefer unweit der früheren Bücherei den Weg für einen großen Gruppenraum frei. Der Keller wird ein Ort für Partys, ein kleiner Gruppenraum dort ebenfalls Treffpunkt, weiterer Platz ist für Lagerräume vorgesehen. Wichtig ist der Pfarrei zudem der barrierefreie Zugang bis ins Obergeschoss für Menschen mit Beeinträchtigung.
Am Ort des alten Pfarrheims „auf der Heide“ gewinnt für Menschen das Gebäude mit vielen Erinnerungen nun ein neues Profil. „Der Abschied von der Kirche und dem Heim war schwierig genug“, nimmt die Pastoralreferentin Gefühle die Menschen ernst. „Aber es wächst Neues.“ Neues im M-Haus Jugend, wo nebenan nach der Schließung der Kirche auch die KiTa bleibt. uw

Link zum Internetauftritt des M-Haus Jugend

Es tut sich was in Osterfeld – der Kirchplatz wird umgestaltet

Im Rahmen des Projektes „Soziale Stadt Osterfeld“ fand eine Auslobung für die Neugestaltung des Kirchplatzes (die sogenannte „Hundewiese“) statt. Eine Jury aus 10 Personen aus den unterschiedlichen Bereichen (Pfarrei, Stadt,…) musste aus den Entwürfen von 3 Architektenbüros einen Gestaltungsvorschlag auswählen.

Die Umsetzung soll bis zum Sommer 2021 erfolgen.

Artikel aus der WAZ vom 18. Juni 2020 siehe unten

#hoffnungslicht

Unsere Aktion #hoffnungslicht stößt auf immer breitere Zustimmung. Zahlreiche Medien berichten deutschlandweit und immer mehr Menschen machen mit. Bis nach Südafrika ist der Aufruf schon gedrungen und auch die Deutsche Bischofskonferenz unterstützt uns auf ihrem Facebook-Kanal.

Die Idee entstand Anfang der Woche im Pastoralteam der Pfarrei St. Pankratius. Dass sie sich nun wie ein Lauffeuer verbreitet, zeigt wie wichtig das Anliegen ist: Wir brauchen diese kleinen Gesten, die von unserer großen Hoffnung künden.

Machen Sie mit und erzählen Sie es weiter: Jeden Abend um 19:00 Uhr rufen wir alle auf, eine Kerze ins Fenster zu stellen und gemeinsam ein Vater-Unser zu beten.

Auch in der digitalen Welt können Sie dieses Zeichen der Hoffnung verbreiten. Posten Sie ein Bild Ihrer Kerze unter dem Hashtag #hoffnungslicht in den Sozialen Medien, z.B. bei instagram, facebook oder twitter.

-> Interview mit Christoph Wichmann auf bistum-essen.de

-> Interview mit Christoph Wichmann und Thomas Gäng auf dw.de

Wir bleiben verbunden – anders als geplant

Liebe Schwestern und Brüder,

am 17. Mai schließen wir unsere Kirche St. Josef und das dazugehörige Josefsheim. Für viele Menschen in der Heide und darüber hinaus ein trauriger Tag. Ich möchte an dieser Stelle nicht noch einmal alle Gründe anführen, die dazu geführt haben, dass wir in allen Gremien gemeinsam entschieden haben, dass dieser Schritt notwendig ist. Und selbst die beste Argumentationslinie nimmt uns ja auch nicht den Schmerz und das Gefühl, etwas nicht versucht zu haben. Als Pfarrer und Seelsorger möchte ich vor allem den Menschen, die den Glauben an Jesus Christus am Kirchturm St. Josef und im Quartier in besonderer Weise gelebt haben, zurufen, nichts war umsonst und ich bin Ihnen unendlich dankbar für Ihr Engagement! Ich darf Sie auch bitten, sich nicht zurückzuziehen, wir bleiben zusammen und leben zukünftig anders, aber trotzdem wirksam unseren Glauben weiter. Ich zähle auf Sie!

Nun wollten wir am 17. Mai auch in einem großen Gottesdienst Abschied nehmen und mit Weihbischof Schepers Eucharistie feiern. Ich habe daher mit dem Weihbischof telefoniert und mit dem Gemeinderatsvorstand St. Franziskus und dem Pfarrgemeinderats-Vorstand Rücksprache gehalten. Wir sind gemeinsam zu der Entscheidung gekommen, den Gottesdienst zu verschieben, in der Hoffnung, in der 2. Jahreshälfte „angemessener“ Eucharistie feiern zu können und eine unbeschwertere Begegnung im Anschluss an den Gottesdienst zu ermöglichen. Der Weihbischof hat mit Blick auf seinen Kalender und die vielen Verschiebungen in die 2. Jahreshälfte, den 13. September vorgeschlagen. Ich weiß, es ist schwierig, in dieser unwirklichen Zeit Termine für Feierlichkeiten festzulegen, da wir nicht wissen, was uns nach den Sommerferien erwarten und wie sich der Umgang mit Covid-19 entwickeln wird. Daher ist der 13. September 2020 ein Datum, das wir aus heutiger anstreben. Niemand weiß, ob wir unsere Planungen einhalten können. Doch da es für uns keine wirkliche Alternative gibt, bitte ich Sie, den Termin zu reservieren.
Also, liebe Mitchristen, Stand heute schließen wir die Kirche St. Josef und das Josefsheim am 17. Mai 2020 und feiern den letzten gemeinsamen Gottesdienst zur Außerdienststellung mit Weihbischof Schepers am 13. September 2020 um 10.00 Uhr.

Es wird noch viele Verschiebungen und Absagen in den nächsten Wochen geben, nach und nach teile ich Ihnen die Ergebnisse unserer Beratungen mit. Wichtig ist mir, dass Sie wissen, dass ich unsere pastoralen Gremien dabei nicht übergehe, sondern im engen Austausch mit den gewählten Vertreterinnen und Vertretern stehe. Sicher ist schon heute, dass wir kein Gemeindefest und keine andere größere Veranstaltung im gesamten Jahr 2020 wie gewohnt ausrichten werden. Alles wird anders als geplant und das meiste wird komplett abgesagt, wie zum Beispiel auch der stadtweite Gottesdienst am ersten Augustwochenende auf dem Osterfelder Marktplatz. Nach den Sommerferien können wir vielleicht besser einschätzen, was ab September „möglich“ sein wird und wie wir kleinere Formen der Begegnung unkompliziert organisieren können, sodass wir Alternativen zu den großen Festen suchen werden. Das scheint mir der einzig sinnvolle Weg. Ich bitte um Ihr Verständnis, für diese Vorsichtsmaßnahmen. Ich bin immer gerne auf unseren Festen unterwegs und genieße die unterschiedlichen Traditionen, aber in diesem Jahr müssen wir einfach mal anders denken, Solidarität zeigen und Rücksicht nehmen.

Zu den öffentlichen Gottesdiensten, die ab dem 4. Mai unter bestimmten Bedingungen
in unserer Pfarrei möglich sein werden, wende ich mich am Donnerstag,
30. April, separat an Sie.
Unser Pfarrbüro und der M-Punkt bleiben bis auf weiteres für den
Publikumsverkehr geschlossen. Auch die Gemeindesäle und alle anderen
Räumlichkeiten öffnen wir zunächst nicht wieder für die Öffentlichkeit.
Die Pfarrkirche bleibt täglich geöffnet.

Vieles ist in diesem Jahr anders als geplant, aber wir lassen uns nicht unterkriegen.

Bleiben Sie bitte ein Stück gelassen und vor allem fröhlich.
Ihr
Christoph Wichmann

Vorabendmesse 25.04.2020 „live on tape“

Die Stadtkirche Oberhausen hat am 3. Sonntag der Osterzeit wieder einen Gottesdienst aus St. Pankratius aufgezeichnet.

 

Vorabendmesse 28.03.2020 „live on tape“

Beten wir gemeinsam!

Liebe Schwestern und Brüder,

der Corona-Virus fordert uns und schränkt unser Gemeindeleben auf existentielle Weise ein. Trotzdem gilt es zuversichtlich zu bleiben und auf Gottes gute Wegbegleitung zu vertrauen.

Daher laden wir Sie zu einem Hoffnungszeichen ein. Wir möchten mit Ihnen einmal am Tag ganz bewusst in Solidarität beten. Dazu zünden Sie bitte in Ihrem Zuhause täglich um 19.00 Uhr eine Kerze an und stellen Sie diese sichtbar auf die Fensterbank. Dann beten wir als Christinnen und Christen gemeinsam in ökumenischer Verbundenheit das „Vater Unser“. So bleiben wir in dieser schwierigen Zeit Lichtzeugen und eine solidarische Gebetsgemeinschaft.
Bitte machen Sie mit!

Falls Sie das Bedürfnis haben, in dieser schwierigen Zeit mit einer Seelsorgerin oder einem Seelsorger telefonisch Kontakt aufzunehmen, um zu sprechen – scheuen Sie sich nicht, sich über das Pfarrbüro oder direkt bei uns zu melden. Wir hören Ihnen zu und tauschen uns gerne mit Ihnen aus!

Verbunden im Gebet
Ihr
Christoph Wichmann

Christoph Wichmann

Pfarrer
christoph.wichmann@bistum-essen.de
Telefon: 0208 409207-40
Mobil: 0163 3985013

Nürnberger Straße 6
46117 Oberhausen

Ansprechbar für:
Liturgie, Pfarreientwicklungsprozess, Stadtteilarbeit