Einladung zur Sternstunde am 25. Januar

Herzliche Einladung zur nächsten Sternstunde im Saal des Eduard-Lieberz-Hauses am Mittwoch, 25. Januar 2023, um 19 Uhr. Die Sternstunde ist eine besondere Stunde, die uns gut tut.

Das Thema ist dieses mal: „Gewöhn dich an anders.“

Wenn ihr Lust habt, diese Sternstunde mit uns zu erleben, seid Ihr, sind Sie herzlich dazu eingeladen.

Wir freuen uns auf Sie und Euch!

 

 

DIE LIEBE IST UNSERE EINZIGE AUFGABE. (Madeleine Delbrêl)

Liebe Schwestern, liebe Brüder,

das Jahr ist noch jung und doch hat sich über die Feiertage bei mir der Neujahrsblues breit gemacht. Es ist dunkel, regnerisch, noch nicht einmal an Schnee kann man sich erfreuen – sofern man Schnee mag. Nach den Feiertagen wohnt dem Anfang eines jeden Jahres eine unerträgliche Lethargie bei. Biblisch gesehen passiert gerade jetzt aber umso mehr.

So haben wir von der Taufe Jesu gehört und mit ihm die kraftspendende Zusage hören dürfen: „Du bist mein geliebtes Kind. An dir habe ich Gefallen gefunden.“
Das tut mir gut im Neujahrsblues.

Am vergangenen Sonntag haben wir erfahren, dass diese Zusage eine Wirkung haben kann. Einerseits auf uns aber auch auf die Menschen in unserem Umfeld. Johannes der Täufer sieht Jesus und ist sich sicher: Er ist das Lamm Gottes. Gottes Sohn. Unser Retter.
Und ich stelle mir vor wie wunderbar es wäre, wenn alle Menschen, denen ich begegne sofort wüssten: Diese Frau ist Christin! Das merkt man doch sofort! Daher stellt sich mir am Anfang eines jeden Jahres immer wieder die Frage: Was zeichnet ein christliches Leben aus?

Eine Antwort auf diese Fragen ist für mich die Französin Madeleine Delbrêl. Die sogenannte Mystikerin der Straße hat viele Gedanken geäußert und aufgeschrieben, wie sie sich ein christliches Leben vorstellt. Aber das Wichtigste für mich: Sie hat ihren Worten Taten folgen lassen. Mit dem oben genannten Zitat bringt sie das jesuanische Doppelgebot der Liebe in meinen Alltag und gibt ihm einen neuen Anstrich und ich weiß, vor allem traurig und wütend über alle Zerwürfnisse, Konflikte und Kriege, denen Menschen in der letzten Zeit ausgesetzt waren – wenn ich liebe, mache ich einen Unterschied.
Daran wird man mich als – hoffentlich – Christin erkennen.

 

Ihre,

Über uns steht ein guter Stern

Ein neues Jahr beginnt, 2023.

So möchte ich Ihnen zunächst im Namen des Pastoralteams und aller Mitarbeitenden der Propsteipfarrei St. Pankratius Glück- und Segenswünsche für das vor uns liegende Jahr aussprechen.

Am 6. Januar feiert die Kirche das Fest der Erscheinung des Herrn, im Volksmund das Fest der Heiligen drei Könige. In diesem Zusammenhang sind dann auch am Sonntag, dem 8. Januar, die Sternsinger in unserer Pfarrei unterwegs. Sie sprechen in unseren Häusern und Wohnungen den Segen des im Stall geborenen Jesus zu und engagieren sich und sammeln Spenden – in diesem Jahr unter dem Motto „Kinder stärken, Kinder schützen – in Indonesien und weltweit“.

Die Sternsinger sprechen und singen vom Segen Gottes am Beginn des neuen Jahres. In den letzten Jahren haben wir bei ihrem Besuch und in den Gottesdiensten am Dreikönigstag alte und neue Segenslieder gehört und gesungen.

Ich möchte Ihnen an dieser Stelle den Refrain eines modernen Sternliedes zusprechen, mit dem ich in diesen Wochen gerne in unterschiedlichen Gruppen dafür geworben habe, im Vertrauen auf Gott nicht nachzulassen:

Kommt und seht,

über uns steht ein guter Stern.

Kommt und seht:

Gott ist hier.

 

Halten Sie doch einen Moment inne und lassen wir in winterlicher Zeit unser Herz ergreifen und erwärmen – für jetzt und die Zeit, die vor uns liegt.

In einer Woche schon endet die Weihnachtszeit und die Sternsinger werden nach ihrem tollen Einsatz die Sterne beiseite legen. Die Sterne am Himmel werden auch im neuen Jahr in mancher Nacht aus der Ferne wahrnehmbar leuchten. Vielleicht ist das ja manchmal eine Gelegenheit, sich an die Botschaft von Weihnachten und den Segen der Sternsinger zu erinnern: Egal, was geschieht: Über uns steht ein guter Stern. Gott ist hier.

Herzliche Grüße

Einladung zur Sternstunde am 12. Dezember

Herzliche Einladung zur nächsten Sternstunde im Saal des Eduard-Lieberz-Hauses am Montag, 12. Dezember 2022, um 19 Uhr. Die Sternstunde ist eine besondere Stunde, die uns gut tut.

Das Thema ist dieses mal: „Ein besonderer Klang zum Advent“

Wenn ihr Lust habt, diese Sternstunde mit uns zu erleben, seid Ihr, sind Sie herzlich dazu eingeladen.

Wir freuen uns auf Sie und Euch!

 

 

Ende und Anfang

Mit dem Christkönigssonntag und den Tagen danach geht wieder einmal ein Kirchenjahr zu Ende.

Der 1. Adventssonntag ist der Anfang des neuen Kirchenjahres.

Es beginnt ein neuer Jahreslauf kirchlicher Feste, eine Zeit, die ich als Christin/Christ mit der Zusage Gottes leben darf: Ich bin JAHWE: Ich bin mit euch; ich bin bei euch.

Ende und Anfang. Das ist zur Zeit auch meine Situation.

Nach 12 Jahren endet meine Zeit als Pfarrer in Bottrop. Aus gesund-heitlichen Gründen (Herz-Bypässe-OP 2021) habe ich unseren Bischof um die Entpflichtung vom Amt des Pfarrers gebeten.

Ich freue mich, am 1. Adventssonntag meinen Dienst als Pastor in der Pfarrei St. Pankratius zu beginnen und Sie, neue Namen, neue Orte, neue Straßen und den Stadtteil kennenzulernen.

Meine Schwester wohnt bei mir und zieht mit um nach Osterfeld.

 

Zu meiner Person: 1965 in Essen geboren; 1991 zum Priester geweiht; Kaplan in Essen und dann in Mülheim, dort auch Stadtjugendseelsorger; Schulseelsorger in Essen und Kolpingdiözesanpräses; Pastor in St. Josef, Oberhausen-Buschhausen; Pfarrer von St. Joseph in Bottrop.

 

Auf eine gute Zeit

 

Martin Cudak, Pastor

martin.cudak@bistum-essen.de

 

Absage der Sternstunde am 17. November

 

Da sich inzwischen mehrere Personen, auch aus dem Vorbereitungsteam, krank gemeldet haben, müssen wir die Sternstunde am 17.11.2022 leider krankheitsbedingt absagen.

 

 

Einladung zur Sternstunde am 17. November

Herzliche Einladung zur nächsten Sternstunde im Saal des Eduard-Lieberz-Hauses am Donnerstag, 17. November 2022, um 19 Uhr. Die Sternstunde ist eine besondere Stunde, die uns gut tut.

Das Thema ist dieses mal: „Gewöhn dich an anders.“

Wenn ihr Lust habt, diese Sternstunde mit uns zu erleben, seid Ihr, sind Sie herzlich dazu eingeladen.

Wir freuen uns auf Sie und Euch!

 

 

Am Ende des Kirchenjahres

Am Ende des Kirchenjahres, wenn alle Früchte geerntet sind, draußen die Blätter fallen, die Tage kürzer werden, beginnt die stille Zeit.

Diese Zeit konfrontiert uns ganz unweigerlich mit den ganz großen Themen des Lebens: Mit unserer Vergänglichkeit, mit Verlust, Abschied, Tod und Trauer, mit Schuld, gelungener oder weniger gelungener Versöhnung, mit Leid und Ohnmacht und der Frage nach dem Sinn hinter all dem.

All diese Themen finden in den Gedenktagen des Novembers auch ihren religiösen und rituellen Ausdruck. Rituale können helfen, das, was uns ganz und gar betrifft und umtreibt, was uns nicht schlafen lässt, was wir mit aller Gedankenkraft und Intelligenz nicht lösen können, zu bewältigen.

 

Ganz herzlich möchte ich Sie daher zu den Ritualen einladen, die wir im November in der Kraft der Gemeinschaft und mit aller Hoffnung unseres Glaubens feiern:

Allerheiligen, mit den Gottesdiensten und Gräbersegnungen auf unseren Friedhöfen.

Allerseelen, mit dem besonderen Gedenken der Verstorbenen des vergangenen Jahres.

Nicht zuletzt das Christkönigsfest, an dem die Macht der Liebe Gottes siegt.

Idealismus? Ja gerne!

Liebe Schwestern, liebe Brüder,

Ein furchtbarer Sturm kam auf. Das Meer tobte und meterhohe Wellen brachen sich ohrenbetäubend am Strand. Als das Unwetter nachließ und der Himmel aufklarte, lagen am Strand unzählige Seesterne, die die Wogen auf den Strand gespült hatten. Ein kleines Mädchen lief am Wasser entlang, nahm einen Seestern nach dem anderen in die Hand und warf ihn zurück ins Meer. Ein Spaziergänger sah das und sprach das Mädchen an: „Ach Kleine! Was du da machst ist vollkommen sinnlos. Siehst du nicht, dass der ganze Strand voller Seesterne ist? Die kannst du niemals alle zurück ins Meer werfen. Was du da tust, ändert nicht das Geringste.“ Das Mädchen schaute den Mann an. Dann nahm sie den nächsten Seestern und warf ihn in die Fluten. „Für ihn wird es etwas ändern!“

Mit welcher Figur aus der Geschichte würden Sie sich aktuell identifizieren? Mit dem frustrierten Mann, der mitleidig den Kopf schüttelt? Oder mit dem Mädchen, das ganz cool und unbeeindruckt seiner Mission nachgeht?

Ich identifiziere mich mit dem Mädchen, weil ich fest daran glaube, dass jede gute noch so kleine, gute Tat etwas bewirkt. Egal ob es ein Lächeln ist, Hilfe beim Einkaufen, spenden, wählen und demonstrieren gehen. Der Besuch eines einsamen Menschen. Ich glaube, dass es mein Auftrag als Christin ist, immer wieder zu versuchen auch durch kleine Gesten für das Gute zu streiten. Salz und Licht zu sein in der Welt. Ja, das birgt Frustrationspotenzial. Gerade, weil ich oft den Eindruck habe, dass die Probleme in der Welt so zahlreich sind, wie die Seesterne am Strand in der Geschichte. Sie werden gefühlt auch immer komplexer. Wenn mich das verunsichert oder überfordert, versuche ich durchzuatmen und zu überlegen, was ich mit meinen Möglichkeiten in einem Bereich, auf den ich einen Einfluss habe, tun kann. Und ich sage Ihnen, ich bin immer wieder überrascht, wie viel das ist.

Daher wünsche ich auch Ihnen, dass Sie sich nicht entmutigen lassen, sondern froh und aufmerksam bleiben, für die vielen kleinen, guten Taten, die nur darauf warten von Ihnen getan zu werden.

Es wird etwas verändern!

Ihre

Singe, auf dass deine Seele Flügel bekommt

Als Krankenhausseelsorger bin ich vor ein paar Jahren auf einen für mich überraschenden Verein aufmerksam geworden: Singende Krankenhäuser e.V. – ein internationales Netzwerk zur Förderung des Singens in Gesundheitsein-richtungen. Aufgrund meiner Nähe zu Musik und Gesang habe ich nach einiger Beschäftigung mit diesem Verein die von ihm angebotene Ausbildung zum Singleiter in Krankenhäusern aufgenommen (und auch abgeschlossen). Singen mit Sterbenden und Trauernden war ein erstes Modul der Ausbildung, das Singen in der Geriatrie, der Psychosomatik und bei speziellen Krankheitsbildern schloss sich an.

Beim Besuch der Kranken und der Gäste im Hospiz erlebe ich immer wieder Menschen, die nicht mehr sprechen können, Menschen, denen die „Worte fehlen“ oder komme in Situationen, in denen bereits „genug gesprochen ist“. Dann biete ich meinem Gegenüber nicht selten an, für sie (oder auch mit ihnen) zu singen, Töne oder neben kirchlichen Liedern auch eines der achtsamen Lieder mit guten Botschaften aus dem Bereich der singenden Krankenhäuser. Meine ausdrückliche Erfahrung: Gesang öffnet ganz häufig Türen, wo Sackgassen unterschiedlicher Art herrschen.

Am Ameos Klinikum St. Marien singe ich jede Woche auch in der Gruppe mit Patient*innen auf diese Weise. Einmal im Monat biete ich das neuerdings auch für ehrenamtliche Mitarbeiter*innen im ambulanten Hospiz an. Nicht wenige beschreiben eine tiefe Berührung, insbesondere wenn für sie persönlich gesungen wird. Kürzlich sage mir mal jemand: Ich habe bei diesem Singen meinen Schmerz total vergessen. Zahlreiche Forschungen und Studien belegen die vielfältigen gesundheitsfördernden Wirkungen des Singens auf Körper, Geist und Seele.

Der Gottesdienst ist ein Raum, in dem regelmäßig gesungen wird. Auch die Chöre unserer Gemeinden sind an dieser Stelle natürlich zu nennen. Beide Singformen schätzen viele Menschen sehr, beides erleben viele als überaus wohltuend. Auf dem Hintergrund meiner Erfahrung nutze ich die Gelegenheit, Sie und euch zu ermuntern, im Gottesdienst von Herzen mitzusingen, nicht nur weil es eine bedeutsame Form der aktiven Teilnahme ist und die Botschaft des Glaubens so durch „Mund und Herz“ geht, sondern eben auch, weil das Singen selbst gesundheitsfördernd ist. Neben der Gemeinschaft und dem Dienst für die Gemeinde sind dies natürlich auch sehr gute Gründe, in Chören der Pfarrei mitzusingen.

In „Singgruppen“, wie ich oder andere sie anbieten, werbe ich für die Denke, dass jeder singen kann und sich dies nicht daran entscheidet, ob das ein anderer schön findet. In diesen Gruppen geht es beim achtsamen gemeinsamen Singen einfacher wiederholender Gesänge darum, der Freude, der Dankbarkeit aber auch herausfordernden Gefühlen wie der Trauer Raum zu geben, „damit die Seele Flügel bekommt“.

Ich möchte baldmöglichst ein solches öffentliches Singangebot in Osterfeld anbieten. Vielleicht halten Sie bei Interesse dafür die Augen auf oder nehmen Kontakt mit mir auf.

Michael Kampmann

Krankenhausseelsorger und Hospizseelsorger
Michael.kampmann@ob.ameos.de
Telefon: 0208 / 8991 5690

AMEOS Klinikum St. Marien Oberhausen
Nürnberger Straße 10
46117 Oberhausen

Christliche Hospize Oberhausen gGmbH
Stationäres Hospiz St Vinzenz Palotti
Vestische Straße 6
46117 Oberhausen

Ansprechbar für:
Krankenhausseelsorge und Hospizseelsorge