Gemeinschaft von Glaubenden

Ostern haben wir gefeiert, dass das Leben den Tod besiegt hat. Jesus ist wirklich auferstanden! Das ist der Kern unseres Glaubens und unserer Hoffnung. In der Osternacht haben wir uns auch daran erinnert, wie wir durch die Taufe in die Gemeinschaft der Menschen aufgenommen wurden, die diesen Glauben an Auferstehung und Leben teilen.

In diesen Tagen sind wir eingeladen, uns auch an weitere Schritte zu erinnern, die wir auf unserem Lebens- und Glaubensweg gegangen sind. In den kommenden Wochen gehen in unserer Pfarrei junge Menschen zur Erstkommunion und Firmung und werden so weiter in den Glauben hineingeführt. Wir alle sind eingeladen, sie mit unserem Gebet zu begleiten und können uns zugleich daran erinnern, wie wir diese Schritte gegangen sind. Wer hat mich damals bei diesen Schritten begleitet? Was bedeuten für mich die Gemeinschaft mit Jesus Christus und die Begabung mit dem Heiligen Geist?

Diese Erinnerung kann uns auch neu bewusst machen, in welcher großen Tradition und Gemeinschaft von Glaubenden wir stehen. Eine ganz vielfältige Gemeinschaft, in der wir uns gegenseitig stärken und zum Segen werden. Lassen sie uns in dieser Vielfalt gemeinsam auf Pfingsten zugehen, den Geburtstag für die Kirche und das große Fest des heiligen Geistes,

 

Ihr Pastor Matthias Feldmann

Einladung zur Sternstunde am 25.04.2024

Herzliche Einladung zur nächsten Sternstunde im Saal des Eduard-Lieberz-Hauses am Donnerstag, 25.04.2024, um 19.00 Uhr.

Die Sternstunde ist eine besondere Stunde, die uns gut tut.

Das Thema ist dieses mal: „Der Klang des Vaterunsers in der Sprache Jesu“

Wenn ihr Lust habt, diese Sternstunde mit uns zu erleben, seid Ihr, sind Sie herzlich dazu eingeladen.

Wir freuen uns auf Sie und Euch!

Ich kann nicht ohne das Kreuz.

Immer wieder setze ich mich still vor ein Kreuz und lasse mich- verwandeln. Und gerade in Zeiten, in denen es außen wie innen stürmisch und turbulent zugeht, da zieht es mich beinahe richtig zum Kreuz und seiner für mich heilsamen Nähe.

Denn beim Schauen auf das Kreuz geschieht es mir, dass alles was ist, was mich beschäftigt, bedrängt, was mich ratlos und fragend macht, was mich ermüdet, mir die Hoffnung stiehlt,  auch meine Fehler und Unzulänglichkeiten, dass all das,                              plötzlich beim Kreuz ein ganz anderes Maß erhält, mir alles in ganz anderen Dimensionen erscheint, sich Gefühle und Gedanken ordnen, klar werden. Das meine Sicht auf das was war und ist, anders wird, Wandlung erfährt.

Und das ist so, weil ich mich angesehen weiß, von dem, der dieses Kreuz genommen hat. Freiwillig, aus Liebe zu Ihnen und mir und allen Menschenkindern.  Damit die Liebe siegt. Vor ihm muss ich mich nicht größer machen als ich bin, aber auch nicht kleiner. Ich muss keine Ausreden dafür finden, dass meine Liebesfähigkeit in dieser Woche nicht für alle gereicht hat. Dass ich enttäuscht bin von anderen und mir selbst und darum gerade eine nervige Wüterin bin. Dass bei allem Vertrauen, dass ich wirklich in Gott habe, mir angesichts nicht aufhörender schlechter Nachrichten manchmal doch auch bange wird. Vor dem Kreuz muss ich das noch nicht einmal aussprechen. Das ist einfach alles da und ich muss es nicht erstecken.  Da ist aber auch der, der das Kreuz genommen hat, damit ich, wir, nicht in unseren Dunkelheiten hängen bleiben. Der alles für mich, für uns, in einen neuen, heilsamen Horizont stellt. So dass ich, Sie verwandelt vom Kreuz wieder gehen kann –aufrecht, leichter und hoffnungsfroh.

Ich wünsche Ihnen allen gesegnete Kar- und Ostertage!

 

Lebenszeichen:

Dein Kreuz bringt zusammen, was ich niemals verbinden kann:

Den Himmel und die Erde, den Tod und das Leben,
die Vergangenheit und die Zukunft,
mein gebrochenes Herz und deine heilende Zuwendung.

Dein Kreuz steht für den Ort, an dem mein Leid und mein Glück,
meine Verlassenheit und meine Sehnsucht,
mein Anfang und mein Ende zusammen gehalten werden.

Kreuz – Hoffnung meines Lebens. (Text/Gebet zum Pankratiuskreuz)    

 

Liebe Christ*innen in Oberhausen – Osterfeld!

Als neue Seelsorgerin im Hospiz Vinzenz Pallotti möchte ich mich an dieser Stelle bei Ihnen vorstellen.
Ich bin Stephanie Hermann, 51 Jahre alt, verheiratet und wohne mit meinem Mann seit vielen Jahren in Kirchhellen Grafenwald. Gebürtig stammen wir beide aus Gelsenkirchen, wo uns die Jugendarbeit in der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg persönlich und spirituell sehr geprägt hat.
Nach dem Studium für das Lehramt Primarstufe in Essen und dem Referendariat habe ich die Ausbildung zur Gemeindereferentin an der Fachakademie des Bistums Essen in Gelsenkirchen angeschlossen und bin nun seit 2001 als Seelsorgerin im Bistum Essen tätig.
Zunächst war ich 11 Jahre in den damaligen Gemeinden St. Josef, Christus König und Liebfrauen tätig und habe die Gründung sowie die ersten Jahre in der Pfarrei St. Clemens miterlebt. Mit dieser Zeit verbinde ich viele positive Erfahrungen mit Haupt- und Ehrenamtlichen und bin daher jetzt wieder gerne nach Oberhausen gekommen. Weitere Stationen führten mich in die Pfarrei St. Josef Essen-Ruhrhalbhinsel und zuletzt 8 Jahre nach St. Lamberti in Gladbeck.
Seit vielen Jahren bin ich im Beerdigungsdienst tätig. Von Anfang an war mir dieser Dienst an den Verstorbenen und die Begleitung der trauernden Angehörigen ein wichtiges Anliegen, so dass ich mich zusätzlich zur Trauerbegleiterin qualifizierte. Daraus entwickelte sich schon länger bei mir der Wunsch, mich auf den Bereich Sterben, Tod und Trauer zu fokussieren, der sich durch ein Praktikum in einem Hospiz im vergangenen Frühjahr verstärkt hat. Das aus diesem Wunsch so zeitnah Wirklichkeit geworden ist, freut mich sehr!
Dieser neuen Aufgabe begegne ich mit Respekt. Der warmherzige und offene Empfang der Mitarbeiter*innen im Hospiz und im Pastoralteam St. Pankratius lässt mich zuversichtlich in die Zukunft schauen. Ich habe einen Stellenumfang von insgesamt 50%; neben meinem Schwerpunkt im Hospiz bin ich in der Pfarrei im Beerdigungsdienst tätig.
Ich freue mich auf die Begegnungen mit Ihnen und grüße Sie herzlich!

Stephanie Hermann, Seelsorgerin im Hospiz
stephanie.hermann@bistum-essen.de

Einladung zur Sternstunde am 11.März

Herzliche Einladung zur nächsten Sternstunde im Saal des Eduard-Lieberz-Hauses am Montag, 11. März 2024, um 19.00 Uhr. Die Sternstunde ist eine besondere Stunde, die uns gut tut.

Das Thema ist dieses mal: „6000 Punkte für den Himmel“

Wenn ihr Lust habt, diese Sternstunde mit uns zu erleben, seid Ihr, sind Sie herzlich dazu eingeladen.

Wir freuen uns auf Sie und Euch!

Liebe Schwestern, liebe Brüder,

in der Fastenzeit befinden wir uns in 40 Tagen der Besinnung und Einkehr. Es ist eine Zeit der Entschleunigung, in der wir bewusst Verzicht üben, um Raum für spirituelles Wachstum und persönliche Reflexion zu schaffen. Vielleicht können wir diese Zeit nutzen, um uns neu auf den Weg des Glaubens zu begeben und gestärkt aus dieser Phase der Vorbereitung hervorzugehen.

In den liturgischen Feiern möchte uns dabei die Musik der verschiedenen kirchenmusikalischen Gruppen unserer Pfarrei auf unserem Weg des Gebets und der Anbetung begleiten. 

In diesem Sinne freuen wir uns ganz besonders darauf, dass die Singschule unserer KLOSTERSPATZEN OBERHAUSEN das Kindermusical „Franz von Assisi“ aufführen wird. Das Stück erzählt die Geschichte des Heiligen Franziskus, der sein Leben radikal änderte, um Gott zu folgen. Auch wenn die Aufführung außerhalb des Gottesdienstes und des Kirchenraumes stattfindet, kann uns die Geschichte dieses beeindruckenden Mannes vielleicht inspirieren. Vielleicht trägt sie dazu bei, die Botschaft des heiligen Franziskus – die Botschaft der Liebe, des Friedens und der Barmherzigkeit – noch tiefer in unseren Herzen zu verankern.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen eine gesegnete Fastenzeit, reich an spirituellen und musikalischen Erfahrungen und erfüllt von der Gnade Gottes.

Mit herzlichen Grüßen,

Ihr

„Der ist reich, dem das Leben die Abschiede schwer macht“ (Alfred Grünewald)

Liebe Schwestern, liebe Brüder,

 

am 01.08.2017 habe ich meine Arbeit in der Pfarrei St. Pankratius aufgenommen.

Heute, nach gut sechs ein halb Jahren in Oberhausen, möchte ich mich an dieser Stelle verabschieden. Ab März gehe ich mit gemischten Gefühlen in den Mutterschutz und im Anschluss daran in Elternzeit. Wie es beruflich für mich weitergeht wird sich erst danach zeigen.

Selbstverständlich überwiegt die Freude auf die bevorstehenden Veränderungen und doch werde ich Vieles an St. Pankratius und den Menschen hier vor Ort vermissen;

ich habe hier zum ersten Mal beerdigt, meine erste Predigt gehalten, habe Firmanden vorbereitet und bin zu Familien- und Klaususrwochenenden gefahren. Habe Gemeinde- und Pfarrgemeinderäte begleitet, Kinderkirchen gefeiert, sowie KiTas und deren Mitarbeiter:innen betreut. Ich wurde Jugendbeauftragte und habe geholfen das M-Haus Jugend zu realisieren. Ich war Teil der Koordinierungsgruppen und habe Sie und Euch versucht dabei zu unterstützen ein zukunftsfähiges Votum für unsere Pfarrei zu erstellen und daran festzuhalten. Wir haben gemeinsam zwei verrückte Jahre Pandemie erlebt, die uns vor ganz neue und besondere Herausforderungen gestellt haben.

Bei all dem, und allem was sonst noch war, waren es vor allem Sie und Ihr, die Menschen, mit denen ich das alles erleben durfte, die mir Freude an meinem Beruf gemacht haben. Gemeinsam haben wir geplant und organisiert, kreativ gestaltet, gebetet und oft auch kontrovers diskutiert.

Für dieses bereichernde Miteinander möchte ich mich bei Ihnen und Euch allen sehr bedanken! Dazu lade ich Sie und Euch gerne am 18.02.2024 um 11:15 zur Messe in St. Pankratius ein, inklusive einem Beisammensein unter der Orgelbühne im Anschluss.

Schon vorab wünsche ich Ihnen und Euch weiterhin viel Kreativität, Durchhaltevermögen und Lust daran, sich für andere einzusetzen. Kirche wird sich weiterhin sehr verändern, aber es gibt immer noch Menschen, die Sehnsucht nach Gott haben, ihn kennenlernen möchten und auf Christ:innen wie Sie und Euch angewiesen sind. Ich würde mich freuen, wenn Sie und Ihr weiterhin Salz und Licht für Osterfeld und darüber hinaus bleiben würden und würdet.

Alles Gute und Gottes Segen.

 

Ihre

Neustart

Wie ist es eigentlich um die guten Vorsätze bestellt?
Sind die noch aktuell, oder sind sie bereits sanft entschlummert?
Die Weihnachtszeit ist nun endgültig wieder vorbei. Die Tannenbäume verschwinden aus den Häusern und Kirchen, und die Müllabfuhr beseitigt bald auch die letzten Tannenreste von den Straßen.
Wir sind wieder im Jahreskreis angekommen. Der Alltag hat uns wieder.
Das heißt aber nicht, dass wir nicht immer noch an den guten Vorsätzen festhalten, bzw. wir alte Muster nicht aufbrechen können.
Gönnen wir uns ruhig noch ein bisschen Zeit. Halten wir die Augen und Ohren offen.
Versuchen wir uns etwas von der Weihnachtsfreude, die wir in den letzten Tagen und Wochen spüren durften und auch von den Vorsätzen mit in den Alltag zu retten.
Der Alltag ist doch die Zeit, die uns am ehesten fordert und in dem sich die guten Vorsätze bewähren können.
Geben wir also nicht auf, sondern bleiben wir am Ball. Sowohl was die Freude betrifft als auch bei den Vorsätzen.
Ich wünsche uns dafür ein gutes Gelingen und einen guten Alltagsstart.

„Auf ein Wort“

Bei all den schlechten Nachrichten in diesem Jahr von Krieg, Zerstörung, Vertreibung, Naturkatastrophen, Folter usw. bricht am 1. Januar ein neues Jahr an. Wird es weltpolitisch, klimatisch, kirchlich ein Besseres sein? Diese Frage stellt sich uns zwischen den Jahren. Auch die privaten Schicksalsschläge lassen uns immer wieder in Grübeln kommen. Wie wird das neue Jahr 2024?

Es sind die schönen Geschichten, die uns immer wieder Hoffnung geben, so wie diese hier:

Beim Dreikönigsspiel ist der dicke, leuchtende Stern von der Decke gefallen. Karrusch!

Alle Kinder wollten nicht mehr weiterspielen, denn ohne Stern geht das doch nicht!

Nach einem Moment des Schreckens hat sich ein kleines Mädchen auf einen Stuhl gestellt.

„Ich möchte der Stern sein!“

Und erst war es ein zaghaftes Lächeln und dann ein leuchtendes Strahlen, das ihr Gesicht überzog.

Kein elektronischer Stern hätte heller und freundlicher sein können.

Ja, vielleicht ist das der Aufbruch, den wir brauchen, den ich mir für das nächste Jahr wünsche. Menschen, die aufstehen, Verantwortung übernehmen und mit ihrer Freundlichkeit, mit ihrer inneren Helligkeit, das Leben um uns herum aufleuchten lassen.

Einen kleinen Vorgeschmack gibt uns die Aktion Sternsinger. Kinder helfen Kindern und bringen gleichzeitig Gottes Segen für das Jahr 2024 in unsere Häuser. Wenn sie besucht werden möchten, melden sie sich bitte neu an (siehe Kasten).

Ihnen allen wünsche ich ein gesegnetes Jahr 2024, viele Begegnungen mit Menschen, die für uns wie Sterne sind und den Mut, selbst für andere ein Stern zu sein.
Ihre

Gott zur Ausbildung helfen

Das Bild, liebe Leserin und lieber Leser, zeigt eine kleine Figur der Gottesmutter aus dem späten Mittelalter, das Original ist aus dem Maltatal in Kärnten. Maria trägt das göttliche Kind in ihrem Leib; ihr Leib ist gesegnet von Gott; sie ist ganz wörtlich und sichtbar zur Herberge Gottes geworden. Die menschliche Herberge hat ja keinen Platz… Dieser Gedanke alleine würde reichen, um nicht nur an Weihnachten, sondern ein ganzes Leben lang als Getaufte ins Nachdenken zu kommen…

Ziemlich zeitgleich zur Entstehung der Marienfigur mit dem Jesuskind unter dem Herzen in der Herbergstür („Meins Herzen Tür die offen ist…“) predigte Meister Eckhart in Erfurt. Von ihm stammen einige wichtige Begriffe der deutschen Sprache, darunter auch „Bildung“. Zwar kannte die deutsche Sprache das Wort vorher, aber mehr im Sinn von Bildnis oder Vorstellung, sehr verwandt mit dem platonischen Begriff der Idee. Meister Eckhart verwendet den Begriff aber fast nie als Hauptwort, sondern in vielen Formen von Tätigkeitswörtern: Der Mensch wird nach Gott gebildet, in Gott wiedergebildet. Er sagt zum Beispiel in einer Predigt: „Der unermessliche Gott, der in der Seele ist, der wirkt in der Seele und bildet sie nach ihm.“

Gott nimmt Wohnung in unserer unsterblichen Geistseele, von ihm geschaffen als Wohnung und Ort seiner eigentümlichen Ausbildung in uns. So wie ich hat noch niemand gelebt und gedacht und geliebt und gefühlt. Darin wird Gottes Bild in der Welt weiter ausgebildet, und zugleich bildet er unsere Seele aus und bildet sie nach seinem Bild, nach seinem Wesen, nach seiner Liebe. Je mehr wir lieben lernen, desto mehr bilden wir unsere Seele aus.

Bildung meint einen lebenslangen Prozess der Verwandlung, dadurch, dass Gott sicher selber in die Seele des Menschen gebiert und die Seele Kind Gottes wird. Denken wir zu Weihnachten daran, wenn wir die Krippe sehen: Gott wird Mensch. Er kommt zur Welt, in meine Seele und dadurch in die Welt. Durch diese Ausbildung Gottes in mir werde ich verwandelt und wird die Welt verwandelt. Durch Liebe, Güte und Vergebung, Licht in der Finsternis. Stück für Stück, Tag für Tag, ein Leben lang.

In diesen scheinbar so hoffnungslosen Zeiten mit Kriegen und Morden, mit politisch scheinbar unlösbaren Herausforderungen kann dieser Gedanke zum Weihnachtsfest
wirklich Kraft ausbilden.

Ihnen und Ihren Familien ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest!

Ihr André Müller, Propst