Schon gehört ?! – „Wer Ohren hat, der höre“

Propst Christoph Wichmann lässt uns an seinen Gedanken zum Thema „Hören“ und zum Satz Jesu „Wer Ohren hat, der höre.“ teilhaben.

Zu hören sind diese Gedanken telefonisch unter 02 08-46 71 52 64 oder direkt hier:

Der Audio-Impuls „Schon gehört“ wird alle zwei Wochen am Samstagabend aktualisiert, im Wechsel mit den neuen Pfarrnachrichten.

Ihr
Christoph Wichmann

Auf ein Wort „Oberhausener Stadt-Pilgertag 2020“

Liebe Schwestern, liebe Brüder,

 

der letzte Sonntag in den Sommerferien hat in unserer Stadt eine besondere Prägung erhalten. Unter dem Motto „Kirche findet Stadt“ laden wir alle Gläubigen ein, beim stadtweiten Gottesdienst gemeinsam zu feiern. Über 1000 Menschen sind im letzten Jahr nach Sterkrade gekommen und wir haben gezeigt, dass es uns als christliche Gemeinschaft noch gibt und wir als Stadtkirche stark bleiben. Ein großartiges Event, das zur Tradition wird! In diesem Jahr wäre dieses Glaubensfest wieder in Osterfeld gewesen, doch Corona macht das in der geplanten Form nicht möglich. Trotzdem soll dieses besondere Ereignis nicht ersatzlos ausfallen. Mit dem ersten Oberhausener Pilgertag wollen wir einen anderen, mutigen Akzent setzen.
Wir laden ein, zu Fuß oder mit dem Fahrrad, durch Oberhausen zu pilgern. So wollen wir jeden einzelnen, aber auch die Gemeinschaft stärken. Die vier Pfarrkirchen sind das Ziel. In den Kirchen wird dem Pilger ein kleines „Programm“ geboten – für Klein und Groß wird etwas dabei sein. So kann man sich an den Pfarrkirchen ausruhen, auftanken und auch eine Kleinigkeit essen und trinken. Die gesamte Route von Kirche zu Kirche beträgt ungefähr 22 Kilometer und kann somit auch gut als Halbmarathondistanz genutzt werden.
Nähere Informationen zur Route und den Aktionen vor Ort entnehmen Sie bitte den Aushängen. Ich bitte Sie, schon heute, den Termin des Oberhausener Stadt-Pilgertages 2020 vorzumerken: Sonntag, 9. August, von 9.00 bis 19.00 Uhr.

Herzliche Einladung!
Ihr
Christoph Wichmann

Schon gehört ?! – „Ferienzeit ist Zeit mit Gott“

Jan Sienert macht sich Gedanken zur beginnenden Ferienzeit und den Möglichkeiten seine Tage nach eigenen Vorstellungen zu verbringen. Dies können z.B. Kontakte mit lieben Freunden sein, aber auch mit Gott…

Zu hören sind diese Gedanken immer ab Samstagabend telefonisch unter 02 08-46 71 52 64 oder direkt hier:

Ihr
Jan Sienert

Wir bleiben verbunden – endlich Ferien!

Liebe Schwestern, liebe Brüder,

die letzte Schulwoche hat begonnen. Nur noch wenige Tage und es beginnen endlich die Sommerferien. Viele Familien freuen sich auf ein paar Wochen Erholung, einige dürfen Urlaubstage genießen und fahren ans Meer oder in die Berge. Manche müssen umdisponieren, da das gewohnte und gebuchte Urlaubsziel nicht so entspannt zu erreichen ist oder sogar noch Reisewarnungen bestehen. Und trotzdem überwiegt die Vorfreude, denn die Ferienzeit ist immer eine besondere. Passend dazu steigen in dieser Woche die Temperaturen – es kann also losgehen!

Mit dem ersten Ferientag werden wir – wie schon angekündigt – auch unsere Gottesdienstordnung ein Stück weiterentwickeln und uns dem „Normalzustand“ annähern. Wir haben die verschiedenen Kirchorte für die Gemeinde präpariert, sodass wir werktags auch wieder in allen Quartieren Gottesdienste feiern werden. Durch die Vielfalt der Gottesdienstformen an unterschiedlichen Orten wird unser Pfarreileben an Attraktivität gewinnen – das macht Mut!

Beachten Sie aber bitte immer die aktuellen Pfarrnachrichten, da sich kurzfristig Änderungen ergeben können. Ich danke allen, die sich z.B. als Gottesdienstleiterin, Greeter, Lektorin, Gottesdienstbesucher oder Gremienmitglied einbringen und auch mir sagen, was ihnen fehlt und was wir noch stärker in den Blick nehmen müssen – nur so können wir besser werden.

In den Sommermonaten werden wir auch einige Zukunftsprojekte in unserer Pfarrei wieder verstärkt nach vorne bringen oder sogar abschließen: den Umbau im Pastorat St. Marien, die Weiterentwicklung des ökumenischen Gemeindezentrums in der Quellstraße, das M-Haus Jugend, die Renovierung des Saals im Eduard-Lieberz-Haus, die Umgestaltung des Kirchplatzes St. Pankratius, die Erneuerung der Fassade unserer Seniorenwohnungen in der Nürnberger Straße, das M-Haus Musik, um nur einige „Baustellen“ zu nennen. Gleichzeitig werden wir die Strategien zur Vermarktung unserer Grundstücke und Gebäude konkretisieren, sodass wir Ihnen spätestens im nächsten Jahr eine gute, hoffnungsvolle Perspektive – gerade für unsere Quartiere St. Marien und St. Judas Thaddäus – eröffnen werden. Sie merken, es wird nicht langweilig und es liegt unglaublich viel Arbeit vor uns.
Natürlich halten wir Sie mit Hilfe unserer vielfältigen Kommunikationskanäle auf dem Laufenden, sodass Sie keine ungewollten Überraschungen erleben.

Ihnen eine gute Woche und natürlich: erholsame Ferien!
Ihr

Christoph Wichmann

Auf ein Wort „Tadaaaaaas“

„Es geht im Leben nicht um die To-dos sondern um die Tadaaaaaas!“

Dieses ist einer von vielen knackig, pointierten Sprüchen aus dem Postkartenkalender „Heute ist mein Lieblingstag!“. Vielleicht hat Sie ja das banal-tiefsinnige, wie witzige Wortspiel vom „to-dos –Tadaaaa“ zum Schmunzeln, zum Lachen gebracht. Und damit bereits seinen Inhalt bestätigt: „Tadaaaa!“

In der nächsten Woche starten in NRW die Ferien. Für viele die Gelegenheit, die „to-do`s“, Planungen und deren Änderungen, Familienorganisation, die Anspannungen und Anstrengungen des Arbeitsalltags loslassen zu können. An vertrauten oder ganz neuen Orten, Landschaften, die Seele baumeln lassen zu können, Erholung und Entspannung zu finden, Lebensfreude und Lebendigkeit zu tanken.

Für manche wird diese Zeit auch hier zuhause in Oberhausen und Umgebung stattfinden(müssen).

Das Tolle an den „Tadaaas“ aber ist: Sie geschehen ganz überraschend, unverhofft! Sie sind nicht gebunden an Entfernungskilometer, an Flüge, Schiffe, Züge. Nicht an Strand, Meer, Insel oder Berge. Auch nicht an ein Portemonaie. Sie geschehen einfach, meist völlig ungeplant, manchmal impulsiv, durch ein großes Herz oder durch Inspiration und: Sie machen das Leben einfach zauberhaft schön!

So wünsche ich Ihnen von Herzen, mit oder ohne Urlaub, an einem Ferienort oder hier in Osterfeld:

wenig „to-dos“ und leuchtend, lächelnde „Tadaaaaas!“

Ihre

Wir bleiben verbunden – Lebenswendepunkte

Liebe Schwestern und Brüder,

wenn ich in diesen Tagen in meinen Kalender schaue, dann entdecke ich mehrere Termine, die eigentlich jedes Jahr kurz vor den Sommerferien auf dem Programm stehen: Schuljahresabschlussgottesdienste und KiTa-Entlassfeiern. Das sind besondere Ereignisse im Leben einer Familie und in unserem Dienst als Seelsorgerinnen und Seelsorger. Und so sind wir im Pastoralteam gerne unterwegs, bereiten mit kleinen Gruppen die Gottesdienste vor und feiern mit Kindern und Jugendlichen das Ende eines Lebensabschnittes und den Beginn einer neuen, noch unbekannten Lebensphase.

Auch das ist in diesem Jahr anders. Wir versuchen zwar durch kurze Videoclips und Postkartenaktionen alle KiTa-Kinder und Schülerinnen und Schüler zu erreichen, aber es ist halt nicht so persönlich und nah wie in den Jahren zuvor. Gerade an Lebenswendepunkten Gottesdienst zu feiern, dankbar zurückzublicken und gespannt einen Ausblick zu wagen, die Zeiten zu segnen und die Wege unter den Schutz Gottes zu stellen, ist so wunderschön – das fehlt mir wirklich sehr.

Ein verrücktes Corona-Halbjahr liegt hinter den Kindern und Jugendlichen, den Eltern, Lehrern und Erzieherinnen. Die meisten sind an ihre Belastungsgrenzen gestoßen, viele haben noch mehr und sehr anders gearbeitet – alle Beteiligten werden diese anstrengende und herausfordernde Zeit sicher nie vergessen.

Umso mehr möchte ich Sie heute einladen, dass wir für unsere Kita-Kinder, die Kinder in den Schulen – besonders die Viertklässler – und die unzähligen Jugendlichen, die einen ganz unwirklichen und seltsamen Schulabschluss machen, beten. So bleiben wir verbunden, auch wenn die traditionellen Abschlussgottesdienste in diesem Jahr alle ausfallen.
Beten wir gemeinsam dieses alte irische Segensgebet füreinander:

Du, Gott der Anfänge, segne uns,
wenn wir deinen Ruf hören,
wenn deine Stimme uns lockt zu Aufbruch und Neubeginn.

Du, Gott der Anfänge, behüte uns,
wenn wir loslassen und Abschied nehmen,
wenn wir dankbar zurückschauen auf das,was hinter uns liegt.

Du, Gott der Anfänge, lass dein Gesicht leuchten über uns,
wenn wir vertrauend einen neuen Schritt wagen auf dem Weg unseres Lebens.

Du, Gott der Anfänge,segne uns.

Amen.

Im Vertrauen auf die Wegbegleitung Gottes wünsche ich Ihnen und euch eine gesegnete Woche

Christoph Wichmann

Schon gehört ?! – „Ihr sollt mir als ein Königreich von Priestern gehören“

Dieses Mal kommt der Impuls von Kaplan Oliver  Schmitz und beschäftigt sich mit dem Satz „Ihr sollt mir als ein Königreich von Priestern gehören“. Hierbei reflektiert er das gemeinsame Priestertum aller Gläubigen, die ehrenamtlichen Tätigkeiten in den Pfarreien und nicht zuletzt das alltägliche christliche Mit- und Füreinander.

Zu hören sind diese Gedanken immer ab Samstagabend telefonisch unter 02 08-46 71 52 64 oder direkt hier:

Ihr
Oliver Schmitz

Wir bleiben verbunden – RESPEKT

Liebe Schwestern und Brüder,

die Vereinigten Staaten von Amerika haben es mir angetan. Das Land fasziniert mich, seitdem ich denken kann. Ich weiß nicht, was es war bzw. ist, aber ich kann die USA nicht loslassen. Schon als Kind habe ich mit meiner Schwester die ersten US-Serien im deutschen Fernsehen verschlungen. Die Biografie von John F. Kennedy hat mich als Jugendlicher auf die Spur der Deutsch-amerikanischen Geschichte gebracht. Als 11-jähriger musste ich Basketball spielen und meinem ersten US-Idol Michael Jordan nacheifern.
Die vielen Reisen in die Vereinigten Staaten haben dann ihr übriges getan: die Weite, die Größe, die Natur, die Megastädte – ich kam aus dem Staunen nicht mehr raus.
In der Chicagoer Old St. Patrick`s Church durfte ich dann im Jahr 2005 ein zweimonatiges Praktikum absolvieren – eine geniale Zeit! Die Mission der „Kirche“ und die Gastfreundschaft aller Gemeindemitglieder haben mich damals zutiefst berührt und prägen mich bis heute. Ich durfte bei meinen USA-Aufenthalten unzählige positive Erfahrungen sammeln und vor allem unzählige positive Menschen kennenlernen – das vergesse ich nie.

Aber mir blieben auch die Schattenseiten nicht verborgen: Armut, Drogen, Obdachlosigkeit, Schulden, Hunger, Prostitution, soziale Ungerechtigkeiten, Klassenkämpfe, Gewalt, Rassismus, sinnloser Reichtum, Gettoisierung, Sexismus, Nationalismus, Korruption, Zensur, Fake News und peinliche Politiker. Deshalb bleibt meine Faszination immer getrübt, eine ambivalente Liebesbeziehung.
Wenn ich in diesen Tagen die Bilder aus den Vereinigten Staaten sehe, dann bin ich mit Ihnen schockiert. Der Afroamerikaner George Floyd wurde bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis gewaltsam getötet. Rassismus! Purer Hass! Natürlich ist das kein neues Problem, doch die Bilder dürfen niemanden unberührt lassen. Alltagsrassismus ist kein ausschließlich amerikanisches Phänomen. Alltagsrassismus ist hier, mitten unter uns, in vielfältigen Ausprägungen – manchmal subtil, aber immer menschenverachtend.
Daher ist es gut, dass so viele Menschen auf die Straße gehen und deutlich machen, Fremdenfeindlichkeit hat in unserer Demokratie keinen Platz.
Die frohe Botschaft lautet: RESPEKT!

Leider können wir an diesem Fronleichnamsfest diese frohe Botschaft nicht durch unsere Straßen tragen, aber die Botschaft bleibt: RESPEKT!
Jesus ist für mich: RESPEKT!

Auch ohne Prozessionen können wir diese Botschaft mit in unseren Alltag nehmen, wir können sie leben – als Menschen, als Christinnen und Christen, als Kirche.
Verschließen wir nicht die Augen, bleiben wir wachsam!

Eine gesegnete Woche wünscht Ihnen und euch

Christoph Wichmann

Schon gehört ?! – „Nicht richten, sondern retten“

Am sogenannten Dreifaltigkeitssonntag reflektiert Sabrina Kuhlmann das Bild des gütigen und nahen Jesus, wie er uns im Evangelium des heutigen Sonntags vorgestellt wird und Vorstellungen über das jüngste Gericht.

Zu hören sind diese Gedanken immer ab Samstagabend telefonisch unter 02 08-46 71 52 64 oder direkt hier:

Ihre
Sabrina Kuhlmann

Auf ein Wort „Der Heilige Geist und die Geister“

Als Jesus, der Auferstandene, unsere Welt in Zeit und Raum verließ und zum Vater ging, hat er seinen Jüngern einen Beistand geschickt, den Beistand, damit sie nicht verzagen in ihrem Auftrag – verschlossen im Obergemach – und damit die Traurigkeit darüber, dass ihr Herr und Meister sich nun nicht mehr zeigt, ihre Tatkraft nicht lähmt.

Dieser Beistand, der Heilige Geist, ist nicht nur den Jüngern damals gegeben, sondern uns allen in der Firmung und wir feiern sein Kommen zu uns jedes Jahr an Pfingsten.

Nun haben wir gerade eine sehr schwere Zeit hinter uns, die wahrhaftig eine historische Dimension hat und eine nicht viel Leichtere liegt noch vor uns. Und so hoffen wir, dass uns das Wirken des Heiligen Geistes gerade in diesem Jahr, viel Kraft schenken wird.

Vielleicht sollten wir auch unseren Blickwinkel einmal experimentell etwas ändern. Sicher ist Corona eine Geißel, aber gibt es vielleicht auch Früchte, die man im ersten Moment gar nicht sieht? Jede Krise ist eine Wendezeit. Haben wir nicht in dieser Zeit gelernt, den Blick auf das Wesentliche zu lenken? Weil mehr als das Wesentliche eben nicht möglich war? Und dass in der Beschränkung ein Gewinn liegen kann zum Beispiel für die Gedanken, das Nachsinnen, die Entschleunigung, die Art zu arbeiten, die Art auf sich und die anderen zu achten, etc. Haben wir nicht verstanden, dass Rücksicht untereinander nötig ist, dass Abstand und Distanz manchmal die größere Nähe ist? Könnte das Wort Disziplin – zumindest im Umgang miteinander – vielleicht seinen negativen Beigeschmack etwas verloren haben? Verstehen wir besser als vorher vielleicht, dass die ganze Welt zusammenhalten muss, weil eben die ganze Welt betroffen ist über alle Grenzen, Auffassungen, Interessen, Religionen etc. hinweg? Zu jeder Wendezeit gehört die Ungewissheit. Daher meine ich, es wird nicht wieder so wie vorher sein – nein. Es wird anders sein, weil wir anders geworden sind während unserer Zeit im „Obergemach“ und wie es sein wird, können wir auch mitgestalten.

Das sind die Geister, die der Heilige Geist hervorbringen kann in uns. Es gibt aber auch andere Geister. Es geistern Verschwörungstheorien herum, die von vielen ganz unterschiedlichen Gruppen für ihre Zwecke missbraucht und instrumentalisiert werden. Ein Sammelsurium von Ungeistern, das immer mehr Einfluss gewinnt und die Enttäuschten dieser Welt zu sich ziehen und manipulieren will. Wir dagegen haben den Heiligen Geist empfangen, was wir in dieser Pfingstwoche betrachten wollen. Wir sind sozusagen durch ihn fähig „zur Unterscheidung der Geister“, wie der Hl. Ignatius das sagt. Das sollten wir nicht verlieren.

Ursula Kanther

Krankenhausseelsorgerin
ursula-renate.Kanther@kk-ob.de
Telefon: 0208 8991 6690