Liebe Leser: innen,

Am langen Wochenende von Christi Himmelfahrt werden in unserer Pfarrei 85 Kinder das Sakrament der Eucharistie empfangen, zum ersten Mal zur Kommunion gehen.

Auch in diesem Jahr war die Vorbereitung noch sehr durch die Bedingungen der Pandemie geprägt:

Vorbereitung in kleinen, beständigen Gruppen, mit Abstand, Mund –Nasen-Schutz und Testung, mit der bleibend, spannenden Frage vor jedem Treffen: Werden heute alle zur Vorbereitung da sein können?

So haben wir versucht- sehr kompakt und komprimiert- die Kinder mit auf einem Weg zu nehmen,  zu Jesus- und warum das Reich Gottes so anders als die Welt tickt- was die Liebe alles Wunderbares vermag-  bis hin zu dem,

was vor und an Ostern geschah und was wir dann an Christi Himmelfahrt feiern:

Jesu Liebe, die bleibt und uns immer wieder in die Hand gelegt wird.

Mit den 7 Gottesdiensten am Christi Himmelfahrtswochenende ist aber noch nicht Schluss: 13 Kinder werden sich in der letzten Sommerferienwoche auf das Sakrament vorbereiten und feiern Ihre Erstkommunion am 14. August.

Wir wünschen allen von ganzem Herzen, dass Jesu Liebe in ihrem Leben spürbar wird und gratulieren sehr herzlich allen Kommunionkindern und ihren Familien.

Ein ganz großer Dank indes gilt dem großen Engagement unserer 5 Katechet:innen!

Atme in uns Heiliger Geist!

Mit diesem Lied haben wir am 06. Mai in der Feier der Firmung um die Gabe des Heiligen Geistes für die Firmandinnen und Firmanden gebetet.

Zugleich dürfen wir uns bewusst machen, dass wir alle durch die Taufe und die Firmung Trägerinnen und Träger des Heiligen Geistes mit seinen vielfältigen Gaben sind:

Der Gabe des Rates, der Einsicht, der Stärke, der Weisheit, der Erkenntnis, der Frömmigkeit und der Gottesfurcht.

Wie unsere Firmandinnen und Firmanden, sind auch wir eingeladen zu entdecken, was sich ganz konkret hinter den einzelnen Gaben für uns persönlich verbirgt. Auch ruhig mal bei den auf den ersten Blick vielleicht sperrigen Gaben.

Und wir dürfen um diese Gaben auch immer wieder bitten. Insbesondere dann, wenn wir spüren, dass wir Hilfe brauchen.

Der Heilige Geist ist die Kraft, die uns in Bewegung setzen möchte und uns für unsere Aufgabe in der Welt mit all dem ausstattet, was wir brauchen. Da ist es gut, wenn wir häufig um den Beistand bitten, den Jesus den Jüngern angekündigt und auch uns verheißen hat. Damit der Geist wirklich in uns atmet.

Auferstehung

Liebe Mitchristen,

gerade in den letzten Tagen fühlen wir uns in vielerlei Hinsicht gefesselt.

Der Krieg in der Ukraine, die Vertreibung so vieler Menschen aus ihrem zu Hause, das Leid der Menschen mitanzusehen, hält uns gefangen.

Die Lebenshaltungskosten steigen und lassen uns oft nur ratlos zurück.

Dürren und Überschwemmungen sagen uns, dass unsere Erde leidet.

Auch die Pandemie ist noch nicht vorbei und hält manche Familien und Firmen, ja unsere ganze Wirtschaft fest im Griff.

Kann da überhaupt Jesu Osterbotschaft: „Er sprengt die Fessel des Todes“ bei uns ankommen?

Ich wünsche es uns.

Denn als österliche Menschen werden wir von der Auferstehung Jesu Christi gestärkt immer wieder neu aufzubrechen und etwas zu tun, uns einzusetzen:

Für ein Leben in Frieden!

Für ein Leben in Gerechtigkeit!

Für ein Leben in Rücksicht auf Schwächere!

Für ein Leben in Solidarität!

Möge uns die Auferstehung Jesu Christie wieder neu Kraft schenken.

Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Osterfest!

Christina Lauer

Liebe Schwestern und Brüder!

Wenn um 20.00 Uhr die Nachrichten im Fernsehen kommen, dann geht er nicht ans Telefon. Diese Viertelstunde will er nicht gestört werden. Kurz und kompakt ist da zu sehen, was in der Welt Wichtiges geschehen ist. So konzentriert bekommt er sonst nirgends einen Überblick. Deshalb ist ihm die Tagesschau wichtig.

So wichtig wie die große Weltpolitik darf auch das eigene Leben sein. Wie wäre es mit einer ganz persönlichen Tagesschau? So kann Ihnen bewusst werden, was heute alles gewesen ist. Denn Ihr Leben ist zu kostbar, um einen Tag einfach so zu beschließen. Es könnte ja sein, dass sich heute noch viel mehr ereignet hat als das übliche Einerlei. Da wäre es doch schade, wenn Sie das übersehen würden.

Deshalb schlage ich Ihnen vor:
Schauen Sie sich am Abend Ihren Tag noch einmal an. Lassen Sie ihn vor Ihrem inneren Auge wie einen Film ablaufen. Wie Sie am Morgen aufgestanden sind, den Vormittag verbracht haben, die Mittagszeit und den Nachmittag, den Abend. Dabei können Sie darauf achten, was Sie jetzt beim Anschauen bewegt: Wo regt sich dabei etwas in mir? Wo komme ich vielleicht jetzt erst ins Staunen? Wovor habe ich angst, gerade jetzt in Kriegszeiten? Wo geht ein Licht auf, weil mir plötzlich etwas klar wird? Und wenn Sie Gott zu Beginn bitten, mit Ihnen Ihren Tag anzuschauen, könnte das manche Entdeckung bringen. Zum Abschluss dürfen Sie alles in Gottes Hände legen: Die Menschen, denen Sie begegnet sind; die Arbeit, die Sie gemacht haben; alles, was heute gelungen ist, und auch das, was schwierig war oder wo Sie alleine nicht mehr weiter kommen. Das kann manchmal richtig entlastend sein. Und je nachdem, wie Ihr Tag war, können Sie dann Gott danken, Ihn fragen oder bitten.

Es gibt viele Möglichkeiten für solch eine persönliche Tagesschau: Zu Hause vor einer brennenden Kerze, auf dem Balkon, wenn Sie zu den Sternen schauen, bei einem abendlichen Spaziergang rund um den Häuserblock.

Seit Jahrhunderten beten Menschen auf diese Weise. Sie komplettieren den Tag, sie beten die Komplet und halten Rückschau, geben den Tag in Gottes Ende.
Für manche ist das die wichtigste Viertelstunde des Tages geworden. Ein Versuch lohnt sich auf alle Fälle meint

Ihr Propst André Müller

Es geht! Gerecht.

So lautet die diesjährige Fastenaktion von Misereor.

Während ich diese Zeilen schreibe, wird die Ukraine mit Bomben übersät.

Die Überschrift: „Es geht!“ bekommt für mich da einen ganz anderen Sinn.

Es geht! Frieden und Gerechtigkeit auf dieser Erde zu leben. Doch es geht nicht mit Gewalt. Geben wir die Hoffnung nicht auf und beten für ein baldiges Ende dieses Krieges und für den Frieden der Menschen untereinander.

 

Es geht! Gerecht.

Die Fastenaktion will gerade uns, die wir in den Industrieländern leben, darauf hinweisen, dass wir bis zum Jahr 2030 die Erderwärmung auf 1,5 ° C stoppen müssen, um überhaupt noch eine Zukunft auf diesem Planeten zu haben.

Wir müssen uns zu einer klimafreundlichen, gerechten, menschlicheren Welt wandeln. Das geht nicht ohne Einschränkungen und Umdenken in unserem ganz alltäglichen Leben und Handeln.

In der Ideenschmiede zur Fastenzeit haben wir uns diesem Thema genähert, daraus sind verschieden Aktionen entstanden, die sich mit den Themen: Umwelt, Gerechtigkeit und Klimafreundlichkeit befassen.

Bitte entnehmen Sie der Sonderausgabe des Pfarrbriefs zur Fastenzeit, die einzelnen Veranstaltungen. Vielleicht ist ja etwas für sie ganz persönlich dabei!

Ihre

„am Aschermittwoch ist alles vorbei“

Liebe Schwestern und Brüder,

„am Aschermittwoch ist alles vorbei“ – in diesem Jahr höre ich den bekannten Karnevalsschlager noch einmal anders.
Mit dem Aschermittwoch beginnt – wie gewohnt – die 40-tägige Fastenzeit. Wir folgen der Einladung zur Umkehr. Wir dürfen in die ganz persönliche Wüste gehen, Gottes Begegnung suchen und uns Wandeln lassen: Was brauche ich für mein Leben und für meinen Glauben? Wofür nehme ich mir bewusst Zeit? Wo möchte ich Heilung erfahren? Wie kann ich begangene Fehler wieder gut machen? Was gönne ich mir und anderen? Das christliche Fasten ist mehr als Kalorienzählen. Es geht um einen Verzicht, der zu gelingendem Leben führen wird. Das ist der Mehrwert der Fastenzeit. Darauf lasse ich mich wieder ein und trotzdem ist der Aschermittwoch in diesem Jahr noch einmal ganz anders für mich.

Mit diesem Tag bin ich nicht mehr ihr Pfarrer. Sechs Jahre liegen hinter uns – wir haben viel zusammen durchgemacht. Ich darf Sie bitten, versöhnlich auf das zu schauen, was nicht gelungen ist und gleichzeitig das Gute zu bewahren. Ich weiß, dass ich viel aufgebe und verlassen muss, ohne zu wissen, was mich erwartet. Gerade Sie, die Menschen, mit denen ich zusammen unterwegs sein durfte, werden mir fehlen. Da passt der Aschermittwoch, der eine neue Zeit eröffnet – eine Zeit der Prüfung, aber auch eine Zeit mit Perspektive: Ostern, Auferstehung, Leben in Fülle. Nicht WIR machen, ER hat schon gemacht und wir dürfen im Licht seiner Liebe leben lernen. Das wünsche ich uns.

Bleiben Sie behütet und beten wir weiterhin füreinander und für unsere Kirche.
Danke!

Ihr

Salz sein, Licht sein, Christ sein!

Liebe Schwestern, liebe Brüder,

das ist der Titel eines bekannten Liedes, das – auch in unserer Pfarrei – des Öfteren aus dem Gesangbuch „Halleluja“ angestimmt wird. Mit schwungvollem Rhythmus will dieses Lied – meiner Meinung nach – deutlich machen, dass es der Kern des Christseins ist, einen Unterschied zu machen. Dem privaten Umfeld, der Gesellschaft, der Welt und auch der Kirche Geschmack zu verleihen. Auf die Frage wie das gehen soll, machen die einzelnen Strophen diverse Angebote. Dort heißt es z.B.:

Neue Wege gehen, wo sich kein Fortschritt zeigt. Offene Worte finden, wo man verbissen schweigt.

Offene Worte haben auch die Mitglieder der Initiative Out in church gefunden. Am 24.01.2022 outeten sich 125 Personen, die haupt- und ehrenamtlich deutschlandweit in der katholischen Kirche arbeiten, als nicht hetero-sexuell, obwohl ihnen dadurch, aufgrund der katholischen Sexualmoral und des kirchlichen Arbeitsrechtes, in manchen Bistümern der Ausschluss von den Sakramenten und im schlimmsten Fall eine Kündigung drohen könnte. Trotzdem sind sie mutig diesen Schritt gegangen, um etwas zu verändern, um ein Stück Dunkelheit heller zu machen. Dafür möchte ich allen Initiator:innen „Danke“ sagen und:

Ihr habe meine ganz persönliche und die Unterstützung unseres Pastoralteams!

Wenn Sie mehr zu dem Thema erfahren möchten, besuchen Sie doch gerne die Homepage der Initiative www.outinchurch.de

Ihre

Gedenken und Handeln

Am 27. Januar begehen wir den Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust.

Gedacht wird dabei der sechs Millionen ermordeten europäischen Juden, der Sinti und Roma, der Zwangsarbeiter, dem Hungertod preisgegebenen Kriegsgefangenen, der Opfer staatlicher Euthanasie, der Homosexuellen, aller, die sich aus religiösen, politischen oder schlichtweg menschlichen Beweggründen dem Terror widersetzten und deswegen der totalitären Staatsgewalt zum Opfer fielen. Es ist ein Gedenken, das die Schicksale und Lebensgeschichten dieser Menschen in Erinnerung rufen soll.

Zugleich sehen wir, wie wichtig dieses Gedenken für unsere heutigen gesellschaftlichen Debatten ist:

Mit der wachsenden Dauer der Corona-Pandemie werden manche Diskussionen und Auseinandersetzungen heftiger, Positionen verhärten, die Geduld scheint bei manchen Mitmenschen aufgebraucht zu sein. In diesem Zusammenhang werden dann zum Teil haltlose Thesen verbreitet, welche Personengruppen an der aktuellen Lage Schuld sein sollen, wer das alles verursacht habe oder auch wer angeblich die Impfungen manipuliert und davon profitiert.

Und es ist zu erkennen, dass aus diesen Verschwörungsmythen Ablehnung, Hass und an einigen Stellen auch bereits Gewalt entsteht. Es liegt in unser aller Verantwortung, dem etwas entgegenzusetzen und für ein gewaltfreies Miteinander einzutreten!

Das Gedenken an die Opfer des Holocaust sollte uns dabei Ansporn sein, denn auch damals begann es mit Worten und pauschalen Urteilen über Menschen.

 

 

Wie „neu“ darf es denn sein?

Am Samstag ist es wieder soweit: ein neues Jahr beginnt. Die Betonung liegt auf „neu“.

Natürlich ist auch mir bewusst, dass neu nicht heißt, die Pandemie und die mit ihr verbundenen Zermürbungen sind vorbei. Oder die Konflikte, die ich bis zum 31.12 nicht gelöst habe, lösen sich plötzlich in Wohlgefallen auf. Auch die Heinzelmännchen werden leider nicht über Nacht am 31.12. erscheinen, um meine Rumpelecke aufzuräumen, damit es endlich wieder wie neu aussieht.

Und doch, stelle ich in diesem Jahr bei mir eine gewisse Neu„gier“ – freudige Erwartung – auf das neue Jahr fest: Was wird sich 2022 neu zeigen? Was werde ich entdecken? Welche neue Erfahrung wartet auf mich? Wen werde ich neu kennenlernen? Welche Möglichkeiten tun sich auf? Es ist ein bisschen so, wie ein Überraschungsgeschenk, das darauf wartet, ausgepackt zu werden.

Vielleicht liegt es daran, dass ich in den vergangenen Wochen und Tagen immer wieder berührende Augenblicke erleben durfte, die mir eine Ahnung von Gottes Da-Sein, sein mitunter geheimnisvolles Wirken geschenkt haben. Darum vertraue ich mich und mein neues Jahr dem „Experten“, Initiator und Begleiter unzähliger Neuanfänge (nachzulesen in unendlich vielen Geschichten im Buch der Bücher) gerne an. Und lasse mich überraschen, was für mich Neues in 2022 steckt. Ihnen allen wünsche ich ein gutes neues Jahr 2022 und die Erfahrung, dass trotz vielem Alten, Gott auch Ihnen neue Perspektiven und wundersame Neuanfänge schenkt.

Ich bin neugierig auf 2022. Wie ist das bei Ihnen?

„WELTSAITE“ – Weihnachtsgrüße des Pastoralteams

An Weihnachten wurde die >Weltsaite< gespannt, die Gott und Mensch verbindet, die den Prozess unserer Menschwerdung hält und steuert. Und wenn es zuweilen scheint, dass alle Stricke reißen – diese Saite reißt nicht. Zu tief, zu endgültig hat Gott sich an Weihnachten mit uns Menschen eingelassen. Zu sehr ist er nun am Prozess unserer Menschwerdung beteiligt. Die Stürme der Unmenschlichkeit, die durch uns selber, durch unser Leben, durch unsere Welt fegen und gefährlich an allen Hoffnungen rütteln, sie können die an Weihnachten ein für allemal gespannte Saite nicht mehr entzweireißen, sie bringen sie immer nur zum Singen: Sie singt vom kommenden Menschen, wie Gott ihn vollenden wird nach dem Bilde des Menschen Christus. Das ist die Zukunftsmusik, die erstmals über dem nächtlichen Bethlehem aufklang.

KURT MARTI

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie im Namen des gesamten Pastoralteams und unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter frohe und gesegnete Weihnachten.
Bleiben Sie behütet und zuversichtlich: die WELTSAITE reißt nie!

Ihr

Christoph Wichmann

Pfarrer
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Telefon: 0208 409207-40
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Liturgie, Pfarreientwicklungsprozess, Stadtteilarbeit