Auf ein Wort „Nach bestem Wissen und Gewissen“

Liebe Schwestern, liebe Brüder,

nach den „Lockerungen“ für Deutschland unterscheiden sich die Sicherheitsvorkehrungen gegen die Corona-Krise immens. Was in der einen Stadt erlaubt ist, gilt für die andere noch lange nicht. So ist es auch in der Kirche. In den einzelnen Bistümern und selbst von Pfarrei zu Pfarrei sind die Regelungen verschieden, z.B. für das Feiern von Gottesdiensten. Natürlich birgt es Vorteile, wenn von der Situation vor Ort Einschränkungen abhängig gemacht werden können, es führt aber auch zu Irritationen. Bleiben wir bei dem Thema „Gottesdienste feiern“: Mund-Nasenschutz, ja oder nein? Teilnehmerlisten? Hände desinfizieren? Singen oder nicht? Abstände einhalten? Kommunion spenden? Oder doch lieber auf Gottesdienste verzichten? Jede Pfarrei macht es anders. Dieses Recht hat sie, trotzdem fällt es schwer den Überblick zu behalten.

Wie kommen wir also durch diese Zeit? Worauf sollten wir wirklich achten? Was ist vielleicht übertrieben? Ich kann Ihnen nicht die ultimative Lösung bieten, aber ich für meinen Teil orientiere mich gerne an Papst Franziskus. Er ermutigt in den schwierigen Situationen des Lebens auf das Gewissen zu hören. Er schreibt in der Konstitution Amoris Laetitia, das Gewissen ist das ‚Heiligtum des Menschen, in dem er mit Gott allein ist‘. Das heißt für mich; jeder Christ ist aufgefordert sein Handeln im Zwiegespräch mit Gott zu reflektieren und dann zu entscheiden, was sinnvoll ist und was nicht. In Zeiten von Corona und darüber hinaus.

Bitten wir Gott immer wieder aufs Neue um seine Gegenwart in unseren Entscheidungen. Achten und pflegen wir unser Gewissen, damit es uns zum Wegweiser wird, auf den wir uns verlassen können.

Ihre

Sabrina Kuhlmann

Pastoralreferentin
sabrina.kuhlmann@bistum-essen.de
Telefon: 0208 409207-44

Nürnberger Straße 6
46117 Oberhausen

Ansprechbar für:
Gemeinderat St. ­Marien, Firmvorbereitung, Schulpastoral, Wort-Gottes-Feiern