DIE LIEBE IST UNSERE EINZIGE AUFGABE. (Madeleine Delbrêl)

Liebe Schwestern, liebe Brüder,

das Jahr ist noch jung und doch hat sich über die Feiertage bei mir der Neujahrsblues breit gemacht. Es ist dunkel, regnerisch, noch nicht einmal an Schnee kann man sich erfreuen – sofern man Schnee mag. Nach den Feiertagen wohnt dem Anfang eines jeden Jahres eine unerträgliche Lethargie bei. Biblisch gesehen passiert gerade jetzt aber umso mehr.

So haben wir von der Taufe Jesu gehört und mit ihm die kraftspendende Zusage hören dürfen: „Du bist mein geliebtes Kind. An dir habe ich Gefallen gefunden.“
Das tut mir gut im Neujahrsblues.

Am vergangenen Sonntag haben wir erfahren, dass diese Zusage eine Wirkung haben kann. Einerseits auf uns aber auch auf die Menschen in unserem Umfeld. Johannes der Täufer sieht Jesus und ist sich sicher: Er ist das Lamm Gottes. Gottes Sohn. Unser Retter.
Und ich stelle mir vor wie wunderbar es wäre, wenn alle Menschen, denen ich begegne sofort wüssten: Diese Frau ist Christin! Das merkt man doch sofort! Daher stellt sich mir am Anfang eines jeden Jahres immer wieder die Frage: Was zeichnet ein christliches Leben aus?

Eine Antwort auf diese Fragen ist für mich die Französin Madeleine Delbrêl. Die sogenannte Mystikerin der Straße hat viele Gedanken geäußert und aufgeschrieben, wie sie sich ein christliches Leben vorstellt. Aber das Wichtigste für mich: Sie hat ihren Worten Taten folgen lassen. Mit dem oben genannten Zitat bringt sie das jesuanische Doppelgebot der Liebe in meinen Alltag und gibt ihm einen neuen Anstrich und ich weiß, vor allem traurig und wütend über alle Zerwürfnisse, Konflikte und Kriege, denen Menschen in der letzten Zeit ausgesetzt waren – wenn ich liebe, mache ich einen Unterschied.
Daran wird man mich als – hoffentlich – Christin erkennen.

 

Ihre,

Sabrina Kuhlmann

Pastoralreferentin
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