Mein Pfingstwunderwunsch

Liebe Schwestern und Brüder,

immer wieder und zunehmend bin ich bestürzt, sprach-los, in welcher Art und Weise Menschen Worte und Sprache gebrauchen. Wie oft Worte als Waffe genutzt werden, mit ihnen polarisiert und diffamiert wird. Wie mit Sprache Sachverhalte verschleiert, verdreht, schön geredet werden. Mit welcher Aggression und Brutalität Meinungen vertreten werden und wie gering bisweilen die Bereitschaft ist, die Ansichten der anderen auch nur zu hören, oder in einen konstruktiven Dialog einzutreten. Ich bin entsetzt und fassungslos, wenn Menschen bei uns mit Hassbotschaften in Angst und Schrecken versetzt werden und mich erfasst Grauen, wenn aus Worten dann auch Taten werden.

An diesem Wochenende feiern wir Pfingsten. Wir feiern und erbitten, dass Jesus uns seinen Geist  sendet. Seinen Geist, der Wunder des Hörens und des Verstehens und Verständigens ermöglicht. Der mit seiner Sprache der Liebe das Unmögliche schafft: unsere Gräben, Grenzen, Denkmuster, Vorurteile, Hass überwinden kann. Der in uns wirken will.

Dass ihm das gelingt, darum bitte ich dieses Jahr inständig.

Gabi Becker

Gemeindereferentin
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Ehrenamtskoordination, Präventionsfachkraft