Auf ein Wort – Corona/neue Regelungen

Lieber Schwestern und Brüder,

seitdem das gesamte Ruhrgebiet und somit auch Oberhausen zum Risikogebiet erklärt worden ist, erreichen mich viele Anrufe und Emails. Es herrscht große Unsicherheit, da keiner wirklich weiß, was erlaubt bleibt und was eher abgesagt werden soll. Auch ich habe kein allgemein gültiges Konzept, doch versuche ich in ein paar Punkten Regelungen für unsere Pfarrei zu treffen, die zu befolgen sind. Es wird immer auch Grauzonen und kurzfristige Anpassungen geben, doch etwas Sicherheit möchte ich Ihnen, als Ihr Pfarrer, doch mitgeben.
Zunächst bleibt festzuhalten, dass wir auf die neuen Entwicklungen innerhalb des Pandemiegeschehens reagieren müssen – ein „weiter so“ kann es nicht geben. Doch bei allen Vorgaben und Regelungen liegt es an jedem und jeder Einzelnen, die entsprechende Eigenverantwortung wahrzunehmen. Alle Konzepte schützen nicht zu 100 Prozent und ein gewisses „Leben mit dem Virus“ muss es ja auch geben. Daher gibt es von mir einen Rahmen zur Orientierung, doch ich zähle immer auch auf Ihr Mittun und Ihre Vernunft.
Deshalb gilt zunächst allgemein:
Alle Kontakte und Begegnungen sind auf ihre Notwendigkeit zu prüfen. Ich kann Ihnen nicht in jedem Einzelfall die Entscheidung nehmen, ob eine Begegnung oder eine Sitzung sinnvoll ist oder notwendig – aber lieber eine Versammlung vorsichtshalber absagen, bevor Ängste oder Unsicherheiten entstehen. Natürlich ist auch eine „digitale Sitzungsvariante“ eine gute Alternative, falls Videokonferenzen technisch möglich sind. Wir haben ja schon beim Lockdown gute Erfahrungen gesammelt, auf die wir jetzt zurückgreifen können.
Wenn Sie sich trotzdem im kleinen Kreis treffen möchten (max. 10 Personen empfiehlt das Bistum Essen), muss mit dem heutigen Tag auch im Sitzen ein Mund-Nase-Schutz getragen werden. Bisher war das nur beim Hineinkommen und wieder Gehen notwendig, jetzt gilt grundsätzlich und ohne Ausnahme eine Masken-Tragepflicht in allen Räumlichkeiten unserer Pfarrei, sobald mehr als zwei Haushalte zusammen kommen. Ich würde Ihnen auch empfehlen, auf alle Speisen zu verzichten, das macht es Ihnen einfacher. Also, Gremiensitzungen/Treffen sind mit max. 10 Personen erlaubt, aber nur mit Maske und regelmäßiger Durchlüftung der Räumlichkeit – solange der Inzidenzwert über 50 liegt. Außerdem sollten Sitzungen möglichst kurz und auf das Nötigste konzentriert gehalten werden.

Zu den Gottesdiensten:

Wir haben das große Glück, dass wir seit dem 1. Mai in allen Gottesdiensten – auch in den Bänken – einen Mund-Nase-Schutz tragen. Das hat den Vorteil, dass wir jetzt keine Anpassungen in unseren Kirchen vornehmen müssen. Daher können wir zunächst alle Gottesdienste an unseren Kirchorten – mit den schon bekannten Regelungen – feiern. Der Gesang muss wieder sehr reduziert werden.
Die größeren Wortgottesdienste und Eucharistiefeiern in den Alten- und Senioreneinrichtungen werden zunächst nicht mehr gefeiert. Ich möchte mit dieser Entscheidung auch meine Kolleginnen und Kollegen und die Ehrenamtlichen schützen. Individuelle, kleinere Lösungen können mit den Einrichtungsleitungen gerne abgesprochen werden. Jedes Haus hat da sehr eigene Regelungen und Möglichkeiten. Wir wollen uns aber bewusst nicht aus den Einrichtungen komplett zurückziehen. Alles was vom jeweiligen Haus aus möglich ist und was ein Gottesdienstleiter für sich verantworten kann, wird von mir unterstützt.

Zu den Chorproben:

Alle Chorproben sind bis auf weiteres in unseren Räumlichkeiten nicht mehr zugelassen.

In unserem Pfarrbüro und im M-Punkt sind ab heute ein Mund-Nase-Schutz zu tragen.

Bei Rückfragen stehe ich Ihnen natürlich weiterhin gerne zur Verfügung! Natürlich behalten wir die Entwicklungen im Blick und werden immer zeitnah entscheiden. Auch schon geplante Veranstaltungen und Projekte werden immer wieder neu auf ihre Machbarkeit überprüft und gegebenenfalls abgesagt.

Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund
Christoph Wichmann

Christoph Wichmann

Pfarrer
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Liturgie, Pfarreientwicklungsprozess, Stadtteilarbeit