Auf ein Wort „Pilgern“

Liebe Schwestern und Brüder,

man spricht in den Sommer- und Ferienmonaten häufig vom sogenannten „Sommerloch“, was bedeutet, dass es kaum wichtigen Stoff für die Nachrichten gibt und man sich Geschichten sucht, um doch noch die Menschen „beglücken“ zu können. Meine Eltern sagten dann immer „typisch Sommerloch – das interessiert doch keinen“.

Dieses Jahr sieht es anders aus, denn die Menschen beschäftigt die Pandemie durchgehend, ebenso wie einiges Andere, sei es Rassismus, Kindesmissbrauch oder Klimawandel.

Es gibt aber auch, wenn ich den Kalender schaue, noch etwas, das nicht das Prädikat „Sommerloch“ verdient. Es sind die Gedenktage der Heiligen Jakobus und Ignatius.

Das Pilgern auf den Jakobswegen, die schließlich alle in Santiago de Compostela enden, das „auf dem Weg“ sein gemäß dem Motto „der Weg ist das Ziel“, ist wie ein roter Faden in meinem Leben. Und da passt es auch, dass es in diesem Jahr „coronagemäß“ einen Oberhausener Stadt-Pilgertag am 9. August gibt.

Und auch das Wirken und Denken des Heiligen Ignatius, seine „Unterscheidung der Geister“ hat mich immer begleitet und ich glaube fest, dass wir gerade in diesen doch mit vielen wirren Strömungen und traurigen Dingen belasteten Zeit, diese Botschaft betrachten sollten, um „den rechten Weg“ für uns zu finden.

Ursula Kanther

Krankenhausseelsorgerin
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