Weltgebetstag 2021 – Mit der Bibel die Identität bewahren: Annia Gaviga Beru

Liebe Leser:innen,

noch viel Arbeit vor sich haben Annie Gaviga Beru und Jack Reuben Titek von der Bibelgesellschaft in Vanuatu. 1995 erschien die erste Bibel in einer der über hundert Sprachen der Inseln. Die in blau gebundene Heilige Schrift in Bislama kann man im Laden der Bibelgesellschaft kaufen.

Dort arbeitet Annie Gaviga Beru seit 2004. Auf Bitten ihres Vaters hatte sie damals ehrenamtlich die Koordination der Übersetzungs- und Druckprozesse übernommen. Seit 2014 wird sie auch dafür bezahlt. Sie stammt aus Pentecost und ist stolz darauf, dass in ihrer Muttersprache Hanno seit kurzem sogar die ganze Bibel verfügbar ist. Es ist das Lebenswerk ihres Vaters.
Sein ganzes Leben habe er daran gearbeitet, sagt Annie.
„Hanno ist für sehr viele Menschen im Norden von Pentecost die Muttersprache. Wir sind eine sehr große Sprachgemeinschaft. So um die 5.000!“ sagt sie begeistert. Es sei überwältigend, wenn man die Bibeltexte endlich in der eigenen Muttersprache hören und lesen könne. „Irgendwie ist man dann näher bei Gott. Die Bibelübersetzung hilft uns, unsere Identität zu bewahren.“

In elf lokalen Sprachen liegen die Evangelien mittlerweile vor. Welche Sprache als nächstes übersetzt wird, entscheidet der Vanuatuische Christen Rat. „Wir müssen dann jemanden finden, der das überhaupt machen kann“, sagt Titek. Meistens seien es Pfarrer vor Ort. Titek selbst arbeitet seit vielen Jahren an der Übersetzung in Axamb, seiner Muttersprache, die noch etwa 1.000 Menschen im Süden von Malekula sprechen.

Hier ein Schulchor mit einem geistlichen Lied:

 

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© Die Materialien (Texte, Bilder, …) wurden i.d.R. vom Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V. zur Verfügung gestellt.