Liebe Christ*innen in Oberhausen-Osterfeld!
Als ich in einer Ausgabe des Magazins „Andere Zeiten“ blätterte, blieb ich bei einem kurzen Artikel vom „Staunen“ hängen:
- Staunen, das „Neurobiologischer Zustand der Erregung, wirkt motivationsfördernd. Typischer Ausdruck: „Wow“ oder „Boa, ey“. Tritt häufig beim besonderen Wahrnehmen von Naturphänomen, Kunststücken oder -werken sowie spirituellen Erlebnissen (dann: “gläubiges Staunen“) auf. Im kindlichen Zustand reflexhaft, oft verbunden mit Freude über eine neue Erfahrung. Im fortgeschrittenen Alter tritt die Fähigkeit des unmittel-baren Staunens meist zugunsten einer einordnenden Bewertungshaltung zurück. Um den Staun-Nerv zu trainieren, raten Wissenschaftler zu einem Spaziergang mit offenen Augen für die Umgebung.“
(Iris Macke in: andere zeiten, Magazin zum Kirchenjahr 02/2024, S.12)
Vermutlich hat mich der Text angesprochen, weil ich in Kürze zu meinen Exerzitien aufbreche, die ich zweimal jährlich bei den Waldbreitbacher Franziskanerinnen verbringe. Und während dieser Exerzitien (wörtlich übersetzt „Übungen“) übe ich auch immer wieder bestimmte Haltungen ein, z. B. Achtsamkeit. Dazu gehört eine ganz „einfache“ Übung wie der Spaziergang in der Natur mit offenen Augen, Ohren und einer offenen Nase. Immer wieder bin ich erstaunt darüber, was ich in der Natur dabei alles entdecke und wahrnehme. Es hilft mir aber auch, aus meinem Alltag in der Stille anzukommen und ganz bei mir und im Moment – also gegenwärtig – zu sein. Dass ich dabei auch meinen Staun-Nerv trainiere, war mir neu 😉
Die Sommer- und Ferienzeit lädt gerade dazu ein, den Staun-Nerv zu trainieren.
Im Palm 139,14 heißt es: Ich danke dir, dass ich so staunenswert und wunderbar gestaltet bin. Ich weiß es genau: Wunderbar sind deine Werke.
Vielleicht staunen Sie auch mal über sich selbst!
Ich wünsche Ihnen noch eine gesegnete Sommerzeit
Ihre




